Bundesrat verhängt Pflicht zu Homeoffice

13. Januar 2021 15:07

Bern - Der Bundesrat verschärft die Massnahmen gegen die Pandemie. Ab Montag müssen alle Beschäftigten von zuhause aus arbeiten, wenn dies möglich ist. Zudem schliessen alle Läden, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Die Unterstützung für Unternehmen wird ausgebaut.

Ab Montag, dem 18. Januar, gilt schweizweit eine Pflicht zum Homeoffice. Arbeitgeber müssen sie überall dort durchsetzen, wo dies möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar sei, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Wo dies nicht möglich sei, gilt Maskenpflicht in Räumen, in denen sich mehr als zwei Menschen aufhielten.

Ausserdem werden alle Läden und Märkte geschlossen, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Im Gegenzug dürfen diejenigen Läden, Tankstellengeschäfte und Kioske, die bisher nach 19 Uhr und sonntags schliessen mussten, wieder öffnen. Zudem können in anderen Geschäfte bestellte Waren weiterhin abgeholt werden. Die Schliessung von Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitanlagen wird bis Ende Februar verlängert.

Im Gegenzug verstärkt der Bundesrat laut einer weiteren Mitteilung die Unterstützung für Unternehmen, die von den Massnahmen gegen die Pandemie betroffen sind. So gelten Unternehmen, die wegen dieser Massnahmen seit dem 1. November an insgesamt 40 Kalendertagen schliessen mussten, ohne Nachweis als Härtefall. Zudem werden die Obergrenzen für nicht zurückzuzahlende Hilfen auf 20 Prozent des Umsatzes erhöht, maximal 750‘000 Franken.

Der Bundesrat begründet die Verschärfung der Massnahmen mit den neuen Virenvarianten. Deren Übertragbarkeit liege um 50 bis 70 Prozent über denen der bisherigen Varianten. stk

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