Bundesrat startet Aktionsplan gegen Food-Waste

06. April 2022 14:01

Bern - Der Bundesrat hat einen Aktionsplan gegen die Verschwendung von Lebensmitteln verabschiedet. Diese soll bis 2030 im Vergleich zu 2017 halbiert werden. Mit dem Lebensmittelsektor soll eine branchenübergreifende Vereinbarung geschlossen werden.

Der Bundesrat hat am 6. April einen Aktionsplan gegen das sogenannte Food-Waste verabschiedet. Fast ein Drittel der für den Schweizer Konsum produzierten Lebensmittel wird verschwendet oder unnötig weggeworfen, heisst es in einer Medienmitteilung. Dies entspricht rund 330 Kilogramm Abfall pro Kopf und Jahr.

Der Krieg in der Ukraine verschärfe die Probleme bei der weltweiten Lebensmittelversorgung, heisst es vom Bundesrat. Das zeige, wie notwendig der Kampf gegen Verschwendung sei. Food-Waste wirke sich auch negativ auf die Umwelt aus. Für die Herstellung von Nahrungsmitteln werden nämlich begrenzte Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden benötigt.

Deshalb habe der Bundesrat den Aktionsplan mit dem Ziel verabschiedet, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 im Vergleich zu 2017 zu halbieren. Dazu werde der Bund mit den Unternehmen und Organisationen des Lebensmittelsektors eine branchenübergreifende Vereinbarung treffen. Darin sollen, so die Mitteilung, klare Reduktionsziele festgelegt werden. 2025 soll geprüft werden, ob die eingeführten Massnahmen ausreichen.

Der Aktionsplan richtet sich an alle Unternehmen und Organisationen der Lebensmittelbranche sowie an Bund, Kantone und Gemeinden. Es gibt zwei Phasen von 2022 bis 2025 und von 2026 bis 2030. In der ersten Phase wird eine alle Branchen übergreifende Vereinbarung mit Gastgewerbe, Vertrieb, verarbeitender Industrie und Landwirtschaft abgeschlossen. Die Reduktionsziele sollen durch freiwillige Massnahmen erreicht werden.

Die öffentliche Hand soll laut Bundesrat dazu beitragen, Initiativen aus der Wirtschaft zu stärken, indem sie bestehende Hindernisse und Interessenskonflikte beseitigt. gba 

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