Bundesrat plant Ersatz für Horizon Europe

17. September 2021 14:35

Bern - Die EU lehnt Verhandlungen über eine Assoziierung der Schweiz an ihrem Forschungsprogramm Horizon Europe ab. Der Bundesrat plant daher Ersatzmassnahmen für diejenigen Teile, an denen Forschende aus der Schweiz nicht teilnehmen können.

Die EU will derzeit nicht mit der Schweiz über eine Assoziierung an Horizon Europe verhandeln, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Brüssel sehe die Teilnahme an ihrem Forschungsprogramm „im Lichte der Gesamtbeziehungen Schweiz – EU“. Der Bundesrat hatte Verhandlungen über ein von Brüssel gewünschtes institutionelles Rahmenabkommen einseitig beendet.

Schweizer Forschende können auch weiterhin an Verbundprojekten im Rahmen von Horizon Europe teilnehmen. Sie sind aber von Einzelprojekten ausgeschlossen. Dazu gehören Stipendien des Europäischen Forschungsrates (ERC) und des Europäischen Innovationsrates (EIC). 

Nun soll der Schweizerische Nationalfonds (SNF) im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung Übergangslösungen durchführen, heisst es in der Mitteilung des Bundesrates. Weitere Übergangsmassnahmen seien bei der Innovationsförderagentur Innosuisse und bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) vorgesehen.

Die Schweiz war beim Vorgängerprogramm Horizon 2020 vollassoziierter Drittstaat. stk

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