Bundesrat legt Modelle für Individualbesteuerung vor

27. September 2021 14:37

Bern - Der Bundesrat hat den Bericht Auslegeordnung zur Individualbesteuerung gutgeheissen. Darin werden drei Modelle für die Einführung einer Individualbesteuerung vorgelegt.

Das Parlament hatte die Einführung einer Individualbesteuerung in die Legislaturplanung 2019 bis 2023 aufgenommen. Nun hat der Bundesrat einen entsprechenden Bericht gutgeheissen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Der Bericht Auslageordnung zur Individualbesteuerung zeigt in drei verschiedenen Modellen auf, wie die Einführung einer solchen Individualbesteuerung realisiert werden könnte.

Beim ersten Modell handelt es sich um die reine Individualbesteuerung, bei der jede Person unabhängig vom Zivilstand separat erfasst wird. Bei dem Modell der modifizierten Individualbesteuerung werden Paare mit ungleicher Einkommensverteilung hingegen entlastet, zudem sind Abzüge für alleinstehende und alleinerziehende Personen möglich. Bei der Individualbesteuerung gemäss Ecoplan sollen im Grundsatz Haushalte mit Kindern entlastet werden.

Anhand der Modelle wurde festgestellt, dass es bei der reinen Individualbesteuerung bei Alleinstehenden ohne Kinder zu einer Entlastung kommt. Bei den beiden anderen Modellen werden diese hingegen mehr belastet. Während die Individualbesteuerung tendenziell bei Ehepaaren mit gleichmässiger Einkommensaufteilung zu einer Entlastung führt, entsteht bei einer ungleichmässigen Einkommensaufteilung tendenziell eine Mehrbelastung.

Darüber hinaus stellt der Bundesrat fest, dass sowohl durch die reine Individualbesteuerung als auch durch die Individualbesteuerung gemäss Ecoplan positive Arbeitsmarkt- und Wachstumseffekte realisiert werden können. Insbesondere Frauen könnten davon profitieren. Bei der modifizierten Individualbesteuerung würden positive Beschäftigungseffekte hingegen nur abgeschwächt auftreten. jh 

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