Bund zieht positive Bilanz zur Stellenmeldepflicht

01. November 2019 12:36

Bern - In Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit müssen Unternehmen seit Juli offene Stellen den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren melden. Laut einem Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft wurde diese Pflicht von den Unternehmen umgesetzt. Dabei wurden mehr offene Stellen gemeldet als erwartet.

Arbeitgeber in Berufsarten mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit müssen offene Stellen seit Juli 2018 bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) melden. Die Massnahme ist Teil der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und soll inländische Arbeitskräfte fördern.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat nun den ersten Monitoringbericht zur Stellenmeldepflicht erstellt. Die Beurteilung fällt positiv aus. Arbeitgeber seien der Meldepflicht nachgekommen. So sei die Anzahl der gemeldeten Stellen unmittelbar nach Inkrafttreten der Stellenmeldeplicht auch markant angestiegen. Den RAV wurden im ersten Jahr von den Arbeitgebern rund 200.000 meldepflichtige Stellen übermittelt. „Die Zahl der gemeldeten Stellen übertraf damit die vor Einführung erwarteten Stellenmeldungen um fast das Dreifache“, so das SECO.

Die Stellenmeldepflicht wurde vor ihrer Einführung von Unternehmen stark kritisiert. Und auch in einer Umfrage von gfs-zürich von Anfang Jahr gab jedes vierte Unternehmen an, dass es sich seit der Einführung der Stellenmeldepflicht bei der Rekrutierung eingeschränkt fühlt. ssp

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