Bund will Tourismusbranche unterstützen

01. September 2021 14:36

Bern - Der Bundesrat will den Schweizer Tourismus mit zusätzlichen Mitteln unterstützen. Der Fokus seines neuen Förderpakets liegt auf der Wiederbelebung der Nachfrage und den Erhalt der Innovationsfähigkeit.

Die Tourismusbranche ist besonders stark von der Corona-Krise betroffen. Der Bundesrat will der Branche daher mit einem neuen Förderprogramm unter die Arme greifen. Dieses sieht einer Medienmitteilung zufolge drei Massnahmen vor.

Erstens soll die nationale Marketingorganisation Schweiz Tourismus in den Jahren 2022 und 2023 mit Zusatzmitteln in der Höhe von 30 Millionen Franken unterstützt werden. Mit dem Geld sollen ausländische Gäste zurückgewonnen und die nachhaltige Tourismusentwicklung gestärkt werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf dem Städte- und Geschäftstourismus. Konkret sollen 20 Millionen Franken für Marketingaktivitäten eingesetzt werden und 10 Millionen Franken für die finanzielle Entlastung der Tourismuspartner von Schweiz Tourismus.

Zweitens soll das tourismuspolitische Förderinstrument Innotour stärker vom Bund gefördert werden. So soll der Bundesanteil bei Innotour-Projekten im Zeitraum 2023 bis 2026 auf neu maximal 70 Prozent erhöht werden. Bisher lag das Maximum bei 50 Prozent. Dies soll die Innovationskosten im Tourismussektor senken. Für die Umsetzung der Massnahme müssen gesetzliche Grundlagen angepasst sowie zusätzliche Mittel in der Höhe von 20 Millionen Franken eingesetzt werden.

Die dritte Massnahme betrifft die Projektförderung über die Neue Regionalpolitik für die Periode 2020 bis 2023. Hier sollen zusätzliche Mittel in der Höhe von 10 Millionen Franken zur Verfügung gestellt werden. Damit soll der Projektförderung zusätzlich Schub verliehen werden.

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung arbeite zudem „intensiv“ an der Erneuerung der Tourismusstrategie des Bundes. Diese soll noch bis Ende Jahr vom Bundesrat verabschiedet werden. ssp

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