Bund will stärkere Kontrollen im Online-Handel

04. September 2019 12:11

Bern - Der Bundesrat sieht Handlungsbedarf bei der Verzollung im grenzüberschreitenden Online-Handel. Er will sieben Massnahmen einführen, mit denen Falschdeklarationen von Sendungen internationaler Versandhändler bekämpft werden können.

Der Bundesrat hat einen Bericht zum Postulat „Gleich lange Spiesse für alle Online-Versandhändler“ von Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP, ZH) erstellt. Moser hatte den Bundesrat darin gebeten, Massnahmen zu prüfen, die verhindern, dass internationale Versandhändler Zollgebühren und Mehrwertsteuern umgehen.

Der Bundesrat sieht laut einer Mitteilung Handlungsbedarf in diesem Bereich. Er hat nun das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, sieben Massnahmen umzusetzen. Dabei geht es darum, Kontrollen zu verschärfen. Unter anderem soll geprüft werden, ob Pakete mit hochtechnisierten Röntgenanlagen und weiteren technischen Geräten gescannt werden könnten. Ein wichtiger Punkt ist auch die engere Zusammenarbeit mit den ausländischen Zollverwaltungen. Im Rahmen der Umsetzung des Transformationsprogramms DaziT der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) ist es bereits vorgesehen, „eine automatisierte und intelligente Risikoanalyse zu schaffen“. ssp

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