Bund will Spezialisten aus Drittländern halten

27. Oktober 2021 11:34

Bern - In der Schweiz ausgebildete Fachkräfte aus Drittländern sollen von den jährlichen Höchstzahlen für die Bewilligung für den Aufenthalt ausgenommen werden. Dies soll den Fachkräftemangel mindern. Eine entsprechende Regelung hat der Bundesrat nun in die Vernehmlassung gegeben.

Der Bundesrat will in der Schweiz ausgebildete Masterabsolvierende und Doktorierende in Bereichen mit Fachkräftemangel in der Schweiz halten. Er habe an seiner Sitzung vom 27. Oktober eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung geschickt, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Die neue Regel soll zur Abschwächung des Mangels an Fachkräften dienen.

Nach geltendem Recht können ausländische Hochschulabsolvierende vom Inländervorrang ausgenommen werden, wenn ihre Tätigkeit von hohem wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Interesse ist, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Bereits 2017 hatte Marcel Dobler angeregt, diese Regelung zu erweitern. Die vom FDP-Nationalrat aus St.Gallen eingereichte Motion 17.3067 trägt den Titel „Wenn die Schweiz teure Spezialisten ausbildet, sollen sie auch hier arbeiten können“.

Der Motion von Dobler folgend will der Bundesrat an Schweizer Hochschulen ausgebildete Fachkräfte in Bereichen mit hohem Fachkräftemangel zukünftig von den Kontingenten für eine Aufenthaltsbewilligung ausnehmen. Die Vernehmlassung der entsprechenden Vorlage dauert bis zum 10. Februar. hs

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