Bund will gesellschaftliche Prozesse in der Pandemie erforschen lassen

28. April 2021 12:39

Bern - Der Bundesrat hat ein neues Nationales Forschungsprogramm zur Analyse der gesellschaftlichen Prozesse während der Coronavirus-Pandemie lanciert. Die Erkenntnisse sollen zur Bewältigung der aktuellen und künftiger Pandemien dienen. Für das Programm werden 14 Millionen Franken bereitgestellt.

Die Coronavirus-Pandemie bringe kurz-, mittel- und langfristige gesellschaftliche Herausforderungen mit sich, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Er will die gesellschaftlichen Prozesse während der Pandemie mit den Methoden der Sozial- und Geisteswissenschaften analysieren lassen. Dazu hat der Bundesrat das Nationale Forschungsprogramm 80 mit dem Titel Covid-19 in der Gesellschaft lanciert.

Das Programm ist mit 14 Millionen Franken dotiert und erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Programm solle insbesondere untersucht werden, „welche Faktoren für die Bewältigung einer Pandemie bestimmend sind“. Dafür wurden drei Forschungsschwerpunkte definiert.

Im Forschungsschwerpunkt Eigenverantwortung und Sicherheit sollen Wirksamkeit und Auswirkungen der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie untersucht werden. Der Forschungsschwerpunkt Individuelle und kollektive Wohlfahrt ist auf die Analyse der Auswirkungen der Pandemie auf Gesundheit, Lebensqualität und wirtschaftliche Situation sowie soziale und gesellschaftliche Beziehungen ausgerichtet. Im Forschungsschwerpunkt Krisenbewältigung und dauerhafter Wandel sollen die durch die Pandemie auf individueller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene ausgelösten Veränderungen untersucht werden.

Das neue Forschungsprogramm ergänze das bereits im letzten Jahr begonnene Nationale Forschungsprogramm 78, in dem biomedizinische und klinische Aspekte der Pandemie untersucht werden, erläutert der Bundesrat. Der Bund will die Erkenntnisse aus beiden Programmen zur Bewältigung der aktuellen und künftiger Pandemien nutzen. Dafür sollen die Beteiligten beider Programme „inhaltlich und organisatorisch zusammenarbeiten“. hs

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