Bund will Finanzplatz nachhaltiger machen

26. Juni 2019 15:45

Bern - Der Bundesrat sieht im Bereich nachhaltige Finanzen grosse Chancen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Er will nun eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche sich unter anderem mit der Teilnahme der Schweiz an internationalen Initiativen beschäftigen soll.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch eine Aussprache über einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz geführt. Laut einer Medienmitteilung sieht er in diesem Bereich „grosse Chancen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“ für die Schweiz. Aus diesem Grund will er eine Arbeitsgruppe einsetzen, die sich vertieft mit diesem Thema beschäftigt.

Die Arbeitsgruppe soll unter anderem die mögliche Teilnahme der Schweiz an internationalen Initiativen – wie etwa der von Chile und Finnland ins Leben gerufenen „Coalition of Finance Ministers for Climate Action” – evaluieren. Zudem soll sie die Auswirkungen prüfen, welche die Entwicklungen in der EU im Bereich des Aktionsplans für nachhaltige Finanzanlagen für den Schweizer Finanzplatz haben. Bis Frühling 2020 soll in diesem Zusammenhang ein Bericht vorgelegt werden. Die Arbeitsgruppe soll auch die Finanzbranche dazu motivieren, an Klimaverträglichkeitstests teilzunehmen. Dies bietet der Bund kostenlos für Pensionskassen, Versicherungen und neu auch Banken sowie Vermögensverwalter an.

Ende Jahr will der Bundesrat erneut eine Aussprache führen. Dabei soll diskutiert werden, ob und wie der Finanzmarkt reguliert werden soll. „Grundsätzlich sollen die Rahmenbedingungen eruiert werden, die es dem Schweizer Finanzplatz erlauben, im Bereich nachhaltiger Finanzen wettbewerbsfähig zu sein”, schreibt der Bundesrat. ssp

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