Bund verzichtet auf Sponsoring von Philip Morris

31. Juli 2019 14:44

Bern - Der Schweizer Pavillon an der Expo 2020 in Dubai wird nicht vom Tabakkonzern Philip Morris gesponsert. Der Bund wolle mit diesem Entscheid sicherstellen, dass „die Vermittlung eines positiven Images der Schweiz“ nicht in Frage gestellt wird.

Für den Auftritt der Schweiz an der Weltausstellung 2020 in Dubai läuft derzeit die Phase der Sponsorensuche. Die Hälfte des Budgets für den Schweizer Pavillon – 7,5 Millionen Franken – soll dabei durch private Firmen abgedeckt werden.

Ein möglicher Sponsor wäre Tabakkonzern Philip Morris gewesen. Er hätte 1,8 Millionen Franken zum Auftritt der Schweiz beigesteuert. Präsenz Schweiz, die für die Vorbereitung des Schweizer Auftritts in Dubai zuständig ist, war während der laufenden „exploratorischen Phase“ bereits mit Philip Morris in Kontakt, schreibt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Mitteilung. Dies hat in der Öffentlichkeit Kritik ausgelöst. Nun reagiert das EDA und sagt die mögliche Zusammenarbeit mit dem Tabakkonzern ab. Die Absage geschehe, „um das Hauptziel des Schweizer Auftritts in Dubai, die Vermittlung eines positiven Images der Schweiz, nicht infrage zu stellen“, heisst es.

In einem Interview mit dem „St.Galler Tagblatt“ betont Markus Seiler, Generalsekretär des EDA, dass er mit der Arbeit von Präsenz Schweiz sehr zufrieden ist. „Präsenz Schweiz macht einen ausserordentlich guten Job. Wo kreativ gearbeitet wird, fallen halt auch Entscheide, die sich im Nachhinein als nicht richtig entpuppen“, so Seiler.

Bundesrat Ignazio Cassis hat Präsenz Schweiz nun beauftragt, bis Ende 2019 die bestehende Sponsoring Policy des EDA zu überarbeiten. Konkret geht es um die Frage, wie gross der Sponsoring-Anteil durch private Unternehmen in Zukunft sein soll. ssp

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