Bund stützt den Ausbau von Photovoltaik

20. April 2020 13:29

Bern - Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation verkürzt die Wartefristen für Photovoltaik-Förderbeiträge. Möglich wird das durch zusätzliche Fördermittel des Bundesamts für Energie in Höhe von 46 Millionen Franken.

Um die voraussichtliche Abschwächung des Marktes aufzufangen, stellt das Bundesamt für Energie (BFE) zusätzliche 46 Millionen Franken aus dem Netzzuschlagsfonds bereit. Damit kann das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) Wartelisten für Einmalvergütungen abbauen. Wartefristen für Neuanmeldungen sollen um rund drei Monate sinken. 

Bei Einmalvergütungen für grosse Photovoltaikanlagen (GREIV) könne damit laut einer Medienmitteilung die Warteliste komplett abgebaut werden. Für Anmeldungen, die seit Februar 2020 bei der Pronovo AG eingehen, bleibe lediglich eine Bearbeitungsfrist von etwa drei Monaten bestehen. Wer seinen Antrag davor eingereicht hat, werde bis spätestens Mitte Mai eine Zusicherung des Förderbetrags erhalten.

Betreiber kleiner Photovoltaikanlagen (KLEIV), die ihr Gesuch bei der Pronovo AG bis 31. März 2020 abgegeben haben, erhalten die Zusicherung ihres Förderbetrags bis Ende 2020. Damit sinke die Wartefrist für Neuanmeldungen ab April von rund einem Jahr auf etwa neun Monate.

Zudem greife eine Kulanzregelung der Pronovo AG für Anlagen, die wegen der Corona-Krise nicht bis Ende März 2020 fertiggestellt werden konnten oder die Beglaubigung nicht rechtzeitig erhalten haben. Damit deren Betreiber nicht unverschuldet von den seit 1. April geltenden niedrigeren Vergütungssätzen betroffen werden, können sie bei der Pronovo AG eine Ausnahme von dieser Absenkung beantragen.

Zusätzlich werden die verfügten Förderbeträge während der Dauer der Pandemie-Massnahmen bereits innerhalb von 14 Tagen nach Versand der definitiven Verfügung ausbezahlt. Das ist einen Monat schneller als bisher, gilt aber nur bis zur Entschärfung der Pandemie-Massnahmen. mm

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