Bund sieht Defizite beim Wissenstransfer

16. November 2016 12:56

Bern - Die Schweiz verliert im Wettbewerb mit anderen Innovationsregionen an Boden. Die Zusammenarbeit zwischen der Forschung und der Wirtschaft sollte deshalb verbessert werden, schreibt der Bundesrat hat einem Bericht über die Leistungsfähigkeit des Forschungs- und Innovationssystems.

Der Bericht Evaluation der Leistungsfähigkeit des Schweizer Forschungs- und Innovationssystems wurde vom Bundesrat auf Postulat des Nationalrats Jean-François Steiert (SP/FR) angefertigt. In seinen Schlussfolgerungen führt der Bundesrat die im Ländervergleich gute Position der Schweiz bei Forschung und Innovation insbesondere auf die günstigen Rahmenbedingungen und die Spitzenqualität der Schweizer Hochschulen zurück. Zusammen mit bedeutenden Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation hätten sie dazu beigetragen, „Unternehmen in wissensintensiven Bereichen in der Schweiz zu halten beziehungsweise für eine Ansiedlung in der Schweiz zu gewinnen“. 

Im Vergleich mit „führenden Innovationsregionen“ schneide die Schweiz jedoch zunehmend schlechter ab. Um dem entgegenzuwirken, müsse unter anderem die „stetige und rasche Veränderung des wissensintensiven Sektors“ beobachtet und der Rückgang des Anteils innovativer KMU untersucht werden. Des weiteren weist der Bericht auf die Bedeutung der Rekrutierung internationale Spitzenkräfte und des Zugangs zu internationalen Forschungseinrichtungen für Schweizer Forscher hin. Die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft, insbesondere mit KMU, sollte ausgebaut werden. 

Die Privatwirtschaft wird im Bericht aufgefordert, bestehende Forschungs- und Innovationsaktivitäten im Inland zu behalten und auszubauen. Derzeit sei der Umfang entsprechender Investitionen Schweizer Firmen im Ausland höher als im Inland. Um dem entgegenzuwirken, sollen günstige Rahmenbedingungen gefördert werden, beispielsweise im Hinblick auf den Zugang zu Fachkräften. hs

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