Bund senkt Schwellenwert bei Stellenmeldepflicht

10. Dezember 2019 14:58

Bern - Ab Januar müssen offene Stellen bereits in Branchen mit durchschnittlich 5 Prozent Arbeitslosigkeit gemeldet werden. Bisher liegt der Schwellenwert bei 8 Prozent. Ausserdem wird in den betroffenen Branchen für fast alle Hilfsarbeitskräfte eine Meldepflicht gelten.

Bundesrat Guy Parmelin hat die Liste der meldepflichtigen Berufsarten für das Jahr 2020 bestätigt, wie es in einer Mitteilung heisst. Diese wird bis zum Ende des nächsten Jahres gültig sein.

Ab dem kommenden Jahr wird neu bereits bei Branchen mit einer Arbeitslosigkeitsquote von 5 Prozent oder mehr eine Stellenmeldepflicht gelten. Bisher liegt diese Schwelle bei 8 Prozent. Der Bund geht allerdings davon aus, dass die Anzahl der meldepflichtigen Stellen auch mit dem neuen Schwellenwert nicht steigen wird, weil die Arbeitslosigkeit aktuell sehr tief ist.

Unter anderem wurde auch die bisher gültige Schweizer Berufsnomenklatur modernisiert. Neu müssen damit fast alle Stellen für Hilfsarbeitskräfte gemeldet werden. Eine Ausnahme bilden Reinigungskräfte. Auf der anderen Seite fallen unter anderem Fachkräfte in der Küche, Servicefachkräfte in der Gastronomie, Marketingfachkräfte und spezialisierte Uhrenarbeiter ab 2020 aus der Meldepflicht.

Die Stellenmeldepflicht wurde im Zuge der Masseneinwanderungsinitiative eingeführt, um das inländische Fachkräftepotenzial besser auszuschöpfen. ssp

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