Bund senkt Konjunkturprognose

Bereits in der zweiten Hälfte vergangenen Jahres habe die Konjunktur in der Schweiz deutlich an Fahrt verloren, schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung. Als Gründe werden dort eine nachlassende Dynamik im Welthandel sowie fehlende Wachstumsimpulse für die Inlandnachfrage genannt.

Für das laufende Jahr rechne die Expertengruppe des Bundes damit, dass die Konjunktur „im Inland wie international nur allmählich wieder an Schwung gewinnt“, heisst es in der Mitteilung weiter. Insbesondere weisen die Autoren auf die stark nach unten korrigierten Wirtschaftswachstumsprognosen des wichtigen Handelspartners Deutschland hin. Dies werde eine geringere Nachfrage nach Schweizer Produkten mit sich bringen.

Auch bei den Investitionen in Produktionskapazitäten und bei den Bauinvestitionen sehen die Experten eine nachlassende Dynamik. Am Arbeitsmarkt macht sich ihnen zufolge ebenfalls ein Abschwächen des Beschäftigungswachstums bemerkbar. In Zusammenhang mit geringem Lohnwachstum wirke sich dies bremsend auch auf den privaten Konsum aus.

Vor diesem Hintergrund senkt die Expertengruppe ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gegenüber der Dezemberprognose um 0,4 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent ab. Für das kommende Jahr wird hingegen ein Wiederanziehen des Welthandels antizipiert. Darauf gestützt rechnen die Experten 2020 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent. hs