Bund schüttet Marktprämien für Grosswasserkraft aus

06. November 2020 11:29

Bern - Betreiber und Eigentümer von Grosswasserwerken, die den produzierten Strom unter den Gestehungskosten absetzen mussten, erhalten für das Geschäftsjahr 2019 einen Ausgleich. An 23 Empfänger zahlt der Bund insgesamt rund 84 Millionen Franken aus.

Rund 9,6 Milliarden Kilowattstunden Strom oder 23,6 Prozent der Schweizer Landeserzeugung aus Grosswasserwerken mussten im Geschäftsjahr 2019 unter dem Gestehungspreis abgesetzt werden. Das Bundesamt für Energie zahlt als Ausgleich dafür Marktprämien. Die Marktprämien 2020 (für das Geschäftsjahr 2019) belaufen sich laut seiner Medienmitteilung auf insgesamt 84 Millionen Franken. Das ergibt einen durchschnittlichen Förderbetrag von 0,88 Rappen pro produzierter Kilowattstunde. Erhalten werden diese Förderung alle der 23 antragstellenden Betreiber und Eigentümer von 33 Grosswasserwerken.

Im vergangenen Jahr wurden für das Geschäftsjahr 2018 rund 65 Millionen Franken an 17 Empfänger für 27 Kraftwerke ausgezahlt. Damit entfielen sie auch im Vorjahr auf 23,6 Prozent der Landeserzeugung. Pro Jahr hält der Bund für diese Marktprämien insgesamt 100 Millionen Franken aus dem Netzzuschlagfonds bereit. Dieser wird durch den Netzzuschlag gespeist, den die Verbraucher pro konsumierter Kilowattstunde bezahlen. Er liegt seit 2018 bei 2,3 Rappen pro Kilowattstunde. Aus dem Netzzuschlagfonds werden unter anderem das Einspeisevergütungssystem, Einmalvergütungen und Investitionsbeiträge finanziert.

Die Marktprämie ist ein Förderinstrument zur Unterstützung der einheimischen Grosswasserkraft. Es steht seit Inkrafttreten des revidierten Energiegesetzes am 1. Januar 2018 zur Verfügung. Erstmals wurde diese Förderung für das Geschäftsjahr 2017 ausbezahlt. Letztmalig ist sie für das Geschäftsjahr 2021 vorgesehen. mm

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