Bund schliesst Impfstoff-Vertrag mit Moderna

07. August 2020 12:52

Bern - Der Bund hat einen Vertrag über die Lieferung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus abgeschlossen. Entwickelt wird dieser von der amerikanischen Biotech-Firma Moderna in Zusammenarbeit mit dem Basler Pharmakonzern Lonza. Insofern er für die Schweiz zugelassen wird, bezieht der Bund 4,5 Millionen Dosen.

Noch ist weltweit kein Impfstoff gegen das Coronavirus für den Markt zugelassen. Allerdings laufen intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Ein Impfstoff-Kandidat der amerikanischen Biotech-Firma Moderna ist dabei bereits weit fortgeschritten, wie der Bund in einer Medienmitteilung schreibt. Wenn der Impfstoff die klinische Testphase erfolgreich durchläuft und für den Schweizer Markt zugelassen werden kann, erhält die Schweiz 4,5 Millionen Impfdosen. Einen entsprechenden Vertrag hat der Bund nun mit dem Unternehmen abgeschlossen. Voraussichtlich werden zwei Impfdosen pro Person nötig sein. Somit würde die bestellte Menge für 2,25 Millionen Personen reichen.

Bei der Entwicklung von Moderna handelt es sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff. Die mRNA ist eine Art Botenmolekül, welches die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen mit sich trägt und Körperzellen sagt, wie sie ein Virus-Protein herstellen sollen. Sobald der Körper beginnt, das Protein zu produzieren, wird es vom Immunsystem als Antigen erkannt. Dieses produziert danach Antikörper gegen das Virus, um den Körper so auf die Bekämpfung des Virus vorzubereiten.

Wie die Zeitungen von CH Media berichten, arbeitet Moderna bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs mit dem Basler Pharmazulieferer Lonza zusammen. Moderna wolle dabei auch näher an seinen Schweizer Partner ziehen und eine Niederlassung in Basel eröffnen. Das Unternehmen habe Ende Juni die Moderna Switzerland GmbH ins Handelsregister eintragen lassen, heisst es.

Der Bund führt eigenen Angaben zufolge auch Gespräche mit weiteren Unternehmen, welche Impfstoffkandidaten entwickeln. Der Bundesrat hat insgesamt 300 Millionen Franken für die Beschaffung des Impfstoffes gesprochen. ssp

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