Bund schickt Vertreter in den Verwaltungsrat von RUAG

12. März 2021 14:49

Bern - Der Bund will die Entflechtung des Staatskonzerns RUAG enger begleiten. Dafür sollen Vertreter des Bundes Einsitz in den Verwaltungsrat der Beteiligungsgesellschaft von RUAG nehmen. Konkret werden Toni Eder und Sabine D'Amelio-Favez entsandt.

Zur Entflechtung des bundeseigenen Technologie- und Rüstungskonzerns RUAG war 2019 eine Beteiligungsgesellschaft gegründet worden. Sie soll die Aufspaltung des Konzerns in die für die für die Schweizer Armee tätigen Unternehmensteile (MRO Schweiz) und einen international tätigen Luft- und Raumfahrttechnologiekonzern (RUAG International) überwachen. Dem Bundesgesetz für Rüstungsunternehmen zufolge kann der Bund im Verwaltungsrat dieser Beteiligungsgesellschaft Einsitz nehmen.

An seiner Sitzung am 24. Februar habe der Bundesrat entschieden, von diesem Recht Gebrauch zu machen, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Die Entsendung von Vertretern des Bundes in den Aufsichtsrat der Beteiligungsgesellschaft soll die Entflechtung der RUAG vorantreiben und sicherstellen, dass dabei die strategischen Zielsetzungen des Bundesrats eingehalten werden, heisst es dort weiter. Die Vertreter des Bundes sollen dem Aufsichtsrat bis zum Abschluss der Entflechtung der RUAG angehören.

Zum Vertreter des Bundes im Verwaltungsrat der Beteiligungsgesellschaft hat der Bundesrat zum einen den Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Toni Eder, ernannt. Eder ist dabei vor allem für die Wahrung der Interessen des Bundes in Bezug auf die Subholding MRO Schweiz zuständig.  Zum anderen wird die Direktorin der Eidgenössischen Finanzverwaltung, Sabine D'Amelio-Favez, die Entflechtung begleiten. D'Amelio-Favez soll insbesondere die Ausgestaltung der Geschäfte der RUAG International mit gestalten. hs

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