Bund rechnet mit Aufschwung ab der zweiten Jahreshälfte

16. Juni 2020 11:41

Bern - Der Tiefpunkt beim Rückgang der Wirtschaftsleistung sollte noch im zweiten Quartal erreicht werden. Dies geht aus der jüngsten Konjunkturprognose der Expertenrunde des Bundes hervor. Ab der zweiten Jahreshälfte könnte es wieder aufwärts gehen.

„Die Expertengruppe bestätigt ihre bisherige Einschätzung weitgehend und erwartet für 2020 den stärksten Rückgang des Bruttoinlandprodukts seit Jahrzehnten“, leitet das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) eine Mitteilung zur aktuellen Konjunkturprognose der Expertengruppe ein. Die Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Tiefpunkt noch in diesem Quartal erreicht sein wird. Für das Gesamtjahr prognostizieren sie einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 6,2 Prozent. Im April hatten die Experten einen Rückgang um 6,7 Prozent vorausgesehen.

Die ab der zweiten Jahreshälfte erwartete Erholung werde die im ersten Halbjahr erlittenen Verluste nur begrenzt aufholen können, heisst es in der Mitteilung weiter. Als bremsende Faktoren werden hier die durch Kurzarbeit- und Beschäftigungsrückgang entstandenen Einkommensverluste im Inland sowie die negative internationale Wirtschaftsentwicklung genannt. Vor diesem Hintergrund rechnen die Experten zudem mit einem starken Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen.

Für das kommende Jahr sagen die Analysten eine moderate wirtschaftliche Erholung und ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 4,9 Prozent voraus. Im April hatten die Experten für 2021 noch ein BIP-Wachstum von 5,2 Prozent prognostiziert. Ihre Einschätzung zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr fällt mit einem Anstieg auf 4,1 Prozent im Jahresdurchschnitt gegenüber der Aprilprognose unverändert aus. Wie bereits im April weisen die Experten zudem auch auf die hohe Prognoseunsicherheit aufgrund des unbekannten weiteren Verlaufs der Pandemie hin. hs

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