Bund gibt mehr für Forschung aus

07. Juli 2020 13:39

Neuenburg - Im vergangenen Jahr hat der Bund rund 2,6 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Gegenüber 2017 entspricht dies einem Wachstum von 12 Prozent. Fast 90 Prozent der Mittel flossen in die Unterstützung von Forschungsaktivitäten.

„Mit der Zunahme der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F+E) des Bundes zwischen 2017 und 2019 um 12 Prozent setzt sich der in den vergangenen Jahren beobachtete Trend fort“, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in der Mitteilung zu den jüngsten Erhebungen der Forschungsausgaben des Bundes. Mit knapp 90 Prozent war ein Grossteil der Mittel im vergangenen Jahr für Unterstützung und Förderung von Forschungsaktivitäten eingesetzt worden. Dabei wurden die Hochschulen der Schweiz und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mit Mitteln in Gesamthöhe von 1,3 Milliarden Franken bedacht.

Rund 850 Millionen Franken gingen an internationale Organisationen oder Programme mit Schweizer Beteiligung. Unter diesen streicht das BFS in der Mitteilung das CERN hervor. Die Europäische Organisation für Kernforschung hat zwar ihren Sitz in Genf, gilt aber trotzdem als internationale Grossforschungseinrichtung. Mit 562 Millionen beziehungsweise 183 Millionen Franken wurde der Grossteil der ins Ausland geflossenen Gelder jedoch für Forschungsrahmenprogramme der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation aufgewendet.

Die vom Bund für eigene Forschungsaktivitäten aufgewendeten Mittel legten 2019 gegenüber 2017 um 16 Prozent auf 214 Millionen Franken zu. Hier sei ein Grossteil der Mittel für Forschungsaktivitäten des landwirtschaftlichen Kompetenzzentrum des Bundes, Agroscope, aufgewendet worden, informiert das BFS. Im Zuge der gestiegenen Aufwendungen für eigene Forschungsaktivitäten ist zudem auch der F+E-Personalbestand des Bundes um 14 Prozent auf 2075 Personen gestiegen. hs

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