Bund fördert Entwicklung von COVID-19-Mitteln

20. Mai 2021 11:29

Bern - Der Bundesrat will die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus unterstützen. Dafür stellt er bis Ende 2022 insgesamt 50 Millionen Franken bereit. Er will auch die Rahmenbedingungen für diese Tätigkeiten verbessern.

Der Bundesrat will die Entwicklung und Herstellung von COVID-19-Impfstoffen und -Arzneimitteln unterstützen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dafür hat er ein bis Ende 2022 laufendes Förderprogramm im Umfang von 50 Millionen Franken beschlossen.

Beiträge sollen nur dann gewährt werden, wenn eine private Finanzierung nicht möglich ist oder der Zugang der Schweiz zu wichtigen medizinischen Gütern erschwert sein könnte. Ausserdem soll der Bund für seine Investition eine Gegenleistung erhalten – beispielsweise in Form einer vorrangigen Belieferung. Die genauen Kriterien des Förderprogramms und das Gesuchsprozedere sollen ab Juli veröffentlicht werden.

Neben der Unterstützung mit Geldbeiträgen will der Bund auch die Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Produktion von innovativen Impfstoff-Technologien verbessern. Hierbei will er den Angaben zufolge mit Hochschulen und der Industrie zusammenarbeiten.

Der Beschluss des Förderprogramms ist dank einer Änderung des Covid-19-Gesetzes vom 20. März möglich. Mit dieser kann der Bundesrat sowohl die Herstellung und Entwicklung von COVID-19-relevanten Arzneimitteln und Impfstoffen fördern, als auch selbst eine Produktion in Auftrag zu geben.

Schweizer Unternehmen sind bereits an der Entwicklung und Produktion von COVID-19-Impfstoffen und -Arzneimitteln beteiligt. So wird etwa der Impfstoff von Moderna unter anderem vom Basler Spezialchemiekonzern Lonza in der Schweiz produziert. Das Biotechunternehmen Molecular Partners in Schlieren ZH entwickelt mit Ensovibep ein COVID-19-Mittel, das bereits in einer klinischen Phase-2-Studie getestet wird. Der Bund hat für den Fall der Zulassung schon 3,2 Millionen Dosen von Ensovibep bestellt. ssp

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