Bund bestellt Anti-COVID-19-Mittel bei Roche

20. April 2021 12:13

Bern/Basel - Der Bund hat mit Roche Pharma einen Vertrag zur Beschaffung eines vielversprechenden Arzneimittels gegen schwere Formen von COVID-19 unterschrieben. Die ersten Lieferungen dieser Kombination von monoklonalen Antikörpern werden bereits Mitte Mai erwartet.

Ein von Roche Pharma und der amerikanischen Regeneron Pharmaceuticals entwickeltes Medikament gegen COVID-19 kommt in der Schweiz ab Mitte Mai zur Anwendung. Dann werden die ersten von insgesamt 3000 Dosen geliefert, die der Bund am Dienstag bestellt hat. Wie es in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Gesundheit heisst, werden sie bestimmten Risikopatientinnen und -patienten zur Verfügung stehen. Es wird bei leichten und mittelschweren Formen der Erkrankung gegeben. Die Einmal-Infusion einer Mischung aus zwei monoklonalen Antikörpern soll das Coronavirus neutralisieren. Damit würden schwere Krankheitsverläufe vermieden.

Solange die obligatorische Krankenversicherung die Kosten für diese Behandlung nicht vergütet, übernimmt sie der Bund. Hintergrund ist, dass die in dieser Infusionslösung enthaltenen Wirkstoffe Casirivimab und Imdevimab noch keine Zulassung erhalten haben. In Amerika hat dieses Medikament bereits im November 2020 eine Notfallzulassung erhalten. Auch in der EU ist es ohne Zulassung bereits im Einsatz, weil das Committee for Medicinal Products for Human Use eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen hatte.

Nun hat auch Swissmedic am Dienstag grünes Licht gegeben. Wie das Arzneimittelinstitut in einer weiteren Mitteilung bekanntgibt, hat es die beiden Wirkstoffe in die COVID-19-Verordnung 3 aufgenommen. Darin sind Wirkstoffe aufgeführt, die bei COVID-Patientinnen und -Patienten bereits vor der Zulassung eingesetzt werden können. Da das erforderliche Zulassungsgesuch von Roche bei Swissmedic eingereicht wurde, könne Roche das Medikament auf Grundlage dieser Verordnung nun in den Verkehr bringen. mm

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