Bühler stellt neue Sortiertechnologie für Mais vor

23. April 2018 12:34

Uzwil SG - Die Bühler Gruppe präsentiert bei der ab Montag laufenden Hannover Messe mehrere digitale Lösungen für die Lebensmittelbranche. Dazu gehört auch LumoVision, eine Sortiertechnologie zur Minimierung von kontaminiertem Mais.

Durch LumoVision soll die Identifizierung von Mais verbessert werden, der mit dem krebserregenden Giftstoff Aflatoxin befallen ist, heisst es in einer Medienmitteilung von Bühler. Durch dieses werden jährlich 500 Millionen Menschen gefährdet, informiert das Unternehmen aus der St.GallenBodenseeArea unter Verweis auf die Internationale Krebsforschungsagentur.

„Aflatoxin gehört aktuell zu den brennendsten Sorgen weltweit. Die Klimaveränderung verschärft das Problem noch weiter. Deshalb ist es dringend nötig, befallene Körner aus der Lebensmittelkette auf wirksamere Weise zu entfernen, und zwar mit weniger Verlust an gesundem Getreide“, wird Beatrice Conde-Petit, Verantwortliche für Lebensmittelsicherheit bei Bühler, in der Mitteilung zitiert.

Durch LumoVision wird es ermöglicht, befallene Maiskörner durch die Bestrahlung mit UV-Licht anhand ihrer Verfärbung zu erkennen. Diese werden dann umgehend aussortiert. Nach Angaben von Bühler kann LumoVision pro Stunde 15 Tonnen Getreidekörner sortieren und dabei bis zu 90 Prozent der verunreinigten Maiskörner eliminieren. Dies sei eine „deutliche Verbesserung“ gegenüber bisherigen Lösungen.

Die innovative Lösung setzt auf die Cloud-Technologie, wodurch in Echtzeit eine Risikoanalyse durchgeführt wird, welche Einfluss auf den Sortierprozess hat. Dadurch kann der Ausbeuteverlust auf unter 5 Prozent gesenkt werden. Bei anderen Lösungen liegt er laut Bühler bei 5 Prozent bis 25 Prozent. Wie auch bei anderen innovativen digitalen Technologien, die Bühler aktuell auf der Hannover Messe vorstellt, hat das Unternehmen dazu mit der Softwarefirma Microsoft zusammengearbeitet. jh 

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