Bühler schraubt Nachhaltigkeitsziele höher

26. August 2019 14:58

Uzwil SG - Die Industrie muss nach Ansicht von Bühler Verantwortung bei der Bewältigung der Herausforderungen von Klimawandel und wachsender Weltbevölkerung tragen. Der Bühler Networking Day präsentiert entsprechende Technologien wie eine effiziente Mühle.

Am 26. und 27. August werde „Uzwil erneut für zwei Tage zum Zentrum der globalen Lebensmittel- und Mobilitätsindustrie“, schreibt Bühler in einer Mitteilung zu den Bühler Networking Days. Hier kommen laut Mitteilung „über 800 Entscheidungsträger“ der genannten Branchen zusammen, um über die Frage zu diskutieren, „wie 2050 eine Weltbevölkerung von knapp zehn Milliarden Menschen nachhaltig und gesund ernährt und ihre Mobilität sichergestellt werden kann“. Als Referenten hat Bühler unter anderem die ehemalige norwegische Premierministerin, Gro Harlem Brundtland, und den Chief Technology Officer von Nestlé, Stefan Palzer, gewonnen. „Hier so viele Hersteller, Wissenschaftlerinnen, Industriepartner und Start-ups zu begrüssen, ist ein Zeichen: Die Industrie ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und Teil der Lösung zu sein“, wird Stefan Scheiber, CEO der Bühler Group, in der Mitteilung zitiert. 

Nach Ansicht von Ian Roberts, Chief Technology Officer bei Bühler, müsse sich „unser Verhalten als Branche, als Unternehmen und als Einzelperson radikal verändern“. Bühler selbst hat dafür die Messlatte bei den eigenen Nachhaltigkeitszielen höher gelegt. Statt bisher 30 Prozent sollen die Prozesslösungen von Bühler in Zukunft „50 Prozent weniger Energie und 50 Prozent weniger Wasser verbrauchen und 50 Prozent weniger Abfall produzieren“, heisst es in der Mitteilung.

Auf den Networking Days stellt Bühler einige zu diesen Zielen beitragende Technologien vor. Eine davon ist die Mill E3, ein neues Konzept der Müllerei-Industrie. Die drei E stehen dabei für mehr Effizienz bei Raum, Zeit und Energie, erläutert Bühler in einer separaten Mitteilung. Die aus vormontierten Modulen bestehende Mühle liesse sich um 30 Prozent schneller aufbauen als konventionelle Getreidemühlen und verbrauche im optimalen Fall auch 30 Prozent weniger Platz. Ihr Energieverbrauch liege zudem um 10 Prozent unter dem anderer Mühlen „und das ohne Abstriche bei Ertrag und Qualität“ schreibt Bühler. hs

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