Bühler reduziert CO2 in Lebensmittelanlagen

09. März 2021 11:47

Uzwil SG - Die Verfahrenstechnikfirma Bühler hat eine Kooperation mit dem belgischen Technologielieferanten Vyncke vereinbart. Sie wollen aus Nebenprodukten von Biomasse saubere Prozessenergie erzeugen, um somit CO2 in Lebensmittelanlagen zu reduzieren.

Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln wie Getreide, Reis, Mais oder Kakao fallen sogenannte Biomassenebenprodukte an, die häufig als Tierfutter verwendet werden. Sie können aber auch zur Erzeugung von klimaneutraler Energie genutzt werden, wie es in einer Medienmitteilung von Bühler heisst. Das Verfahrenstechnikunternehmen aus der St.GallenBodenseeArea hat nun eine strategische Partnerschaft mit Vyncke vereinbart, um die Verwendung dieser sauberen Energie als Prozessenergie voranzutreiben und somit CO2-Emissionen beim Betrieb von Lebensmittelanlagen zu reduzieren.

Vyncke ist auf die Energierückgewinnung aus Biomassenebenprodukten spezialisiert. Bühler bringt Erfahrungen im Bereich der Energieeffizienzsteigerung in die Partnerschaft ein. „Indem wir die Energierückgewinnungsprozesse von Vyncke in unser Portfolio aufnehmen, können wir unseren Kunden kohlendioxidarme oder sogar kohlendioxidfreie Lebensmittellösungen anbieten“, wird Johannes Wick in der Mitteilung zitiert, CEO von Bühler Grains & Food.

Die beiden Partner setzen einen ersten Schwerpunkt bei der Kakao-, Hafer- und Malzverarbeitung. So wird eine Malzverarbeitungsanlage beim Bühler-Partner Malteria Oriental S.A. aus Montevideo in Uruguay entsprechend erweitert. Dort sollen 35'000 Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich zu in Uruguay üblichen Betriebsverfahren eingespart werden.

Die Partnerschaft soll aber weiter gehen. Laut Vyncke-Inhaber Peter Vyncke wird eine Energieeinsparung von 70 Prozent für eine Lebensmittelfabrik angestrebt. Dazu wollen beide Firmen bei ihren Lebensmittelanlagen bis 2025 den Energieverbrauch um mindestens 50 Prozent senken. Mälzereien sollen klimaneutral betrieben werden können. jh

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