Bucher spürt die Pandemie

28. April 2020 12:14

Niederwenigen ZH - Die Coronavirus-Pandemie hat die Umsätze von Bucher Industries im ersten Quartal 2020 um fast 15 Prozent hinter den Vorjahreswert zurückgeworfen. Der international tätige Industriekonzern aus dem Wirtschaftsraum Zürich steuert mit der Senkung von Kapazitäten gegen.

Zum Jahresbeginn sei die Nachfrage nach den Produkten von Bucher Industries „wie erwartet insgesamt solide“ gewesen, erläutert der Industriekonzern in einer Mitteilung. Die in Folge in Kraft getretenen Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hätten jedoch auch die Entwicklung bei Bucher geprägt. Der Konzern hat die Produktion an verschiedenen Standorten heruntergefahren oder gar auf behördliche Anordnung temporär einstellen müssen. Derzeit wird vor allem in Frankreich und Italien in Kurzarbeit produziert.

Über das gesamte erste Quartal 2020 gesehen musste Bucher bei den Auftragseingängen einen Rückgang um 10,3 Prozent auf 668 Millionen Franken hinnehmen. Der Nettoumsatz sackte im Jahresvergleich um 14,9 Prozent auf 702 Millionen Franken ab. Der grösste Rückgang wurde dabei im Geschäftsbereich Bucher Emhart Glass verzeichnet. Hier fiel der Nettoumsatz mit 91 Millionen Franken um 22,5 Prozent geringer als im Vorjahresquartal aus.

Der Konzern will der Krise „wie in früheren wirtschaftlichen Abschwüngen“ mit der Sicherstellung von Liquidität und Rentabilität begegnen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dazu hat Bucher seine kommittierten Kreditlinien um 140 Millionen auf 300 Millionen Franken aufgestockt. Des Weiteren werden „diverse Kostensparprogramme“ umgesetzt und Kapazitäten abgebaut, informiert der Konzern. Mit einem „Bestand an liquiden Mitteln von 350 Millionen Franken“ und den ausgebauten Kreditlinien sieht sich Bucher „für die Krise finanziell gut gerüstet“. hs

 

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