Buchen erholen sich schnell von Trockenheit

17. Dezember 2020 13:10

Birmensdorf ZH - Ein Forschungsteam der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft hat die Reaktion der Schweizer Buchen auf die extreme Trockenheit 2018 und das Verhalten im feuchteren Folgejahr untersucht. Das Ergebnis: Die meisten Buchen erholen sich schnell wieder.

Die Forschenden der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) haben sich in ihrer Studie über die Trockenheitsresistenz der Schweizer Buchenwälder auf den Vergleich des Trockenjahres 2018 und des normal feuchten Folgejahres 2019 gestützt. Dabei kam den WSL-Forschenden und teilnehmenden Forschenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zugute, dass schon vor dieser Trockenheit die Erhebungen für das fünfte Landesforstinventar (LFI) gemacht wurden. Das erstellt das WSL in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Bis Ende Mai hatten, so der Bericht auf der Internetseite der Forschungsanstalt, die LFI-Aufnahmeteams der WSL in Buchenwäldern in der Deutschschweiz und Romandie bereits Messungen auf 75 Stichprobeflächen vorgenommen. In der WSL-Initiative Trockenheit 2018 wurden diese LFI-Flächen im Spätsommer 2018 und dann auch 2019 erneut inspiziert. Damit sollte anhand der Kronentransparenz, der Blattverfärbung und des Durchmesserzuwachses der Stämme festgestellt werden, wie sich die Vitalität der Buchen während und nach der extremen Trockenheit entwickelte. Das Ergebnis wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Ecological Indicators“ veröffentlicht.

Es wurden in der Dürre mehr Buchen mit braun verfärbten Blättern und ungewöhnlich lichten Kronen gefunden und auch der Holzzuwachs im Jahr 2018 war im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2017 über alle 75 Flächen hinweg deutlich niedriger. Im normal feuchten Jahr 2019 verbesserte sich der Zustand vieler untersuchter Buchen wieder. Auch war der Zuwachs 2019 deutlich grösser als 2018 und lag sogar über dem Durchschnitt der Periode 2010 bis 2017.

In der WSL-Mitteilung wird darauf verwiesen, dass die Studie nur möglich wurde, weil es im Schweizer Wald seit mehr als 35 Jahren ein festes Netz von mehr als 6000 LFI-Stichprobeflächen gibt. Solche permanenten Messnetze könnten sich auch in Zukunft als nützlich erweisen, um umweltbezogene Zusammenhänge zu untersuchen und die Auswirkungen von Störungen zu quantifizieren, heisst es bei der WSL. gba 

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki