Bollingen-Stettlen bekommt Holzheizzentrale

06. Dezember 2019 14:48

Stettlen BE - Die Wärme Mittelland AG geht den Bau der Holzheizzentrale für den Wärmeverbund Bolligen-Stettlen an. Das Gemeinschaftsprojekt von BKW AEK Contracting und EBL soll ab Herbst 2020 über 100 Liegenschaften mit erneuerbarer Wärmeenergie versorgen.

Die neue Holzheizzentrale wird über zwei Holzkessel mit einer Leistung von insgesamt 4500 Kilowatt verfügen, informiert die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) in der entsprechenden Mitteilung. Die EBL hält die Hälfte der Anteile an der Gesellschaft Wärme Mittelland AG, die für die Realisierung des Projekts verantwortlich zeichnet. Die zweite Hälfte der Anteile ist im Besitz der BKW AEK Contracting AG. Vor sieben Jahren haben die beiden Partner bereits den Wärmeverbund in Roggwil BE realisiert.

In der neuen Holzheizzentrale im Gewerbegebiet Schwandiwald in Stettlen soll ab der Heizsaison 2020/21 Wärme mit lokal produzierten, CO2-neutralen Holzhackschnitzeln produziert werden. Von der nachhaltigen Wärmeenergie werden sowohl die bereits an den Wärmverbund Bolligen-Stettlen angeschlossenen Liegenschaften als auch Liegenschaften an den bis Sommer 2020 fertig verlegten Leitungen im Bolliger Leitungsnetz profitieren, erläutert EBL. Im darauf folgenden Jahr soll auch das Gemeindegebiet Bleiche in Stettlen erschlossen werden.

Derzeit beziehen die Kunden des Wärmeverbunds ihre Energie noch überwiegend aus der mit Ölkesseln arbeitenden Heizzentrale Lutertal, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Per Inbetriebnahme der neuen Holzheizzentrale in Stettlen sollen die Ölkessel in Lutertal nur noch bei Ausfällen der Holzkessel oder zur Deckung der Spitzenlast zum Einsatz kommen. hs

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