Börsenneuling Medacta steigert Umsatz

03. September 2019 11:31

Castel San Pietro TI - Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta zieht eine positive Bilanz des ersten Halbjahrs 2019. Doch der Börsengang drückt aufs Ergebnis.

Medacta konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs steigern. Neben dem Börsengang im April drückten jedoch auch Wechselkursverluste auf das Resultat. 

Wie das Medizintechnik-Unternehmen mitteilt, stieg der Umsatz um 13,8 Prozent auf 151,6 Millionen Euro. Das Wachstum liege erneut deutlich über dem Marktschnitt. Dies gehe auf höhere Verkaufsraten in allen Regionen und über alle Produktlinien zurück. In Medactas wichtigstem Markt Europa nahmen die Verkäufe wie im Vorjahr um 8,2 Prozent zu. 

Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) legte um 8,8 Prozent auf 47 Millionen Euro zu. Die Marge lag damit bei 31 Prozent. In der Vorjahresperiode waren es noch 32,4 Prozent. Unter Berücksichtigung der Kosten für den Börsengang und nicht wiederkehrender Effekte wurde hingegen lediglich ein EBITDA von 33,5 Millionen Euro realisiert, nach 42,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.  Insgesamt verbuchte Medacta wegen dieser Sonderkosten einen um die Hälfte niedrigeren Reingewinn von 11,3 Millionen Euro. 

„Unser Kerngeschäft prosperiert weiterhin und wird vom gesteigerten weltweiten Wachstum gestützt, besonders im US-Markt. Die neuen Schulter-Produkte wurden weltweit erfolgreich in den Markt eingeführt, wohingegen das Wachstum im Bereich Wirbelsäule vor allem in den USA unsere Erwartungen leider nicht vollständig erfüllt hat“, wird Firmenchef Franceso Siccardi zitiert. 

Von seinen Implantationstrainings für Chirurgen verspricht sich Medacta für das Gesamtjahresergebnis einen weiteren Schub. So generiere das positive Feedback nach dem M.O.R.E. Symposium in Lugano bereits neue Kunden. Insgesamt erwartet Medacta eine Wachstumsrate von 13 bis 17 Prozent und eine EBITDA-Marge von etwa 32 Prozent. mm

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