Bloom Diagnostics erhält Kapital für COVID-19-Antikörpertests

25. August 2020 10:01

Zürich - Das intelligente Diagnosesystem von Bloom Diagnostics soll COVID-19-Antikörpertests für alle zugänglich machen. Für die Markteinführung des nur zehnminütigen Tests in Europa und den USA hat die Medizintechnikfirma nun 11,7 Millionen Dollar eingesammelt.

Bloom Diagnostics hat eine Serie-B-Finanzierungsrunde mit 11,7 Millionen Dollar abgeschlossen. Angeführt wurde sie laut einer Mitteilung auf startupticker.ch von Thomas Pfisterer von der WILD-Gruppe. Dieses Kapital soll in die weitere Forschung sowie in die Expansion in Europa und den USA fliessen. Zu früheren Investoren zählen die österreichische Speedinvest und die Walter Group aus Kanada.

Das 2018 in Zürich gegründete Medtech-Start-up entwickelt ein intelligentes Diagnosesystem für ein breites Spektrum von Krankheiten. Sein Flaggschiffprodukt, das Bloom System, soll intelligente Tests für alle zugänglich machen. Es ermögliche Nutzern auch, über Echtzeit-Rückmeldungen auf einer App ihre Gesundheitsbiomarker zu sammeln, sie im Blick zu behalten und sich mit Ärzten auszutauschen. Das neue Bloom-System für COVID-19-Anitkörpertests mit Echtzeitergebnissen stehe kurz vor der Markteinführung, heisst es in der Mitteilung. 

Bloom Diagnostics hat einen vollständig in das Bloom System integrierten serologischen COVID-19-Test für den professionellen Einsatz entwickelt. Er wurde von Professor Adriano Aguzzi, Direktor des Instituts für Neuropathologie am Universitätsspital Zürich (USZ), validiert. Mit diesem Test-Kit will Bloom Diagnostics die einfache Anwendung und den Wert des Echtzeit-Feedbacks für Laienanwender in einer kontrollierten professionellen Umgebung demonstrieren. 

Der Test könne den Behörden dabei helfen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Entwicklung der Immunität in einer bestimmten Region zu verstehen. Zudem könne er wertvoll sein, um die Wirksamkeit eines Impfstoffs zu verfolgen. „Die Kombination dieser Erkenntnisse, global, anonymisiert und in Echtzeit, wird zu Verbesserungen führen, die der Öffentlichkeit zugute kommen“, so Thomas Kupper, Mitbegründer und Chief Product Officer von Bloom. mm

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