Blockchain fördert Digitalisierung der Energiebranche

Der Energy Blockchain Hack ist gemeinsam von der Stadtwerke-Allianz Swisspower und der Energy Web Foundation durchgeführt worden, wie es in einer Mitteilung auf energeia+ heisst, dem Blog des Bundesamts für Energie (BFE). Daran teilgenommen haben 42 Blockchain-Spezialisten aus zwölf Ländern auf drei Kontinenten. Sie hatten 48 Stunden Zeit, um in Teams aufgeteilt Lösungen für die Aufgaben zu finden, welche ihnen von drei Sponsoren des Wettbewerbs gestellt worden waren.

Swisspower hat ihre Aufgabe gemeinsam mit den Partnern Energie Wasser Bern, Eniwa, IWB, SIG, Services industriels de Lausanne und St.Galler Stadtwerke gestellt. Die Teilnehmenden sollten eine Lösung für den Handel von Solarstrom unter Eigenverbrauchsgemeinschaften finden. Die Energy Web Foundation hat ein CO2-Inventar für Produkte gefordert und das spanische Energieversorgungsunternehmen Iberdrola eine Lösung für die Integration von dezentralen Erzeugungsanlagen erneuerbarer Energie in das Gesamtsystem.

Den Gesamtpreis konnte das Start-up Papers aus Ennetbaden AG erringen. Seine Blockchain-Experten haben eine Anwendung entwickelt, die es Strombezügern innerhalb einer Eigenverbrauchsgemeinschaft erlaubt, „über eine Smartphone-App grünen Strom zu kaufen und zugleich ihre Haushaltsgeräte so zu steuern, dass sie automatisch kostenoptimiert laufen – also dann, wenn viel erneuerbarer Strom günstig verfügbar ist“.

„Blockchain ist eine komplexe Technologie. Um spezifische Anwendungen für die Energiewirtschaft zu schaffen, muss man als Energieversorger mit Spezialisten zusammenarbeiten“, wird Ronny Kaufmann, CEO von Swisspower, zum Hintergrund des Wettbewerbes zitiert. Laut Fabian Bärlocher, Leiter Gesamtenergie Dienstleistungen bei Energie Wasser Bern, hat der erste Energy Blockchain Hack somit seine Aufgabe erfüllt: „In der kurzen Zeit sind innovative Ansätze entstanden, die für uns als Energieversorger interessant sind.“ jh