Blockchain dokumentiert Emissionen von Mine bis Markt

15. Dezember 2020 14:06

Cologny GE - Treibhausgas-Emissionen können mithilfe der Blockchain entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Bergbau- und Metallindustrie transparent gemacht werden. Das hat die Bergbau- und Metallinitiative des Weltwirtschaftsforums jetzt in einer Machbarkeitsstudie nachgewiesen.

Transparenz aller Treibhausgas-Emissionen von der Mine bis zum Markt – so heisst das Ziel, das sieben weltweit führende Branchenakteure der Bergbau- und Metallindustrie mit dem Weltwirtschaftsforum verfolgen, seit sie sich im Oktober 2019 zur Mining and Metals Blockchain-Initiative (MMBI) zusammengeschlossen haben. Mit ihrer Carbon Tracing Platform hat die MMBI jetzt den Machbarkeitsnachweis (Proof of Concept) erbracht und veröffentlicht. 

Sie werde „entscheidend dazu beitragen, die Rückverfolgbarkeit der Emissionen von der Mine bis zum Endprodukt sicherzustellen“, heisst es in einer Medienmitteilung des Weltwirtschaftsforums. Dafür nutzt diese Plattform Distributed Ledger-Technologie.

Zu den Gründungsmitgliedern der MMBI gehören Anglo American, Antofagasta Minerals, Eurasian Resources Group, Glencore, Klöckner & Co., Minsur und Tata Steel. Durch die Bündelung von Ressourcen und Kosten wollen die Bergbau- und Metallunternehmen die zukünftige Einführung einer Lösung für die Transparenz der Lieferkette und die ESG (Environment, Social, Governance)-Anforderungen beschleunigen.

„Die Zusammenarbeit mit MMBI ermöglicht es uns, gemeinsam innovativ zu sein, indem wir die Anfänge einer neuen technischen Grundlage schaffen, die das Vertrauen der Verbraucher stärkt“, wird Ivan Arriagada, CEO von Antofagasta Minerals, in der Mitteilung zitiert. „Die massgeschneiderte Blockchain-Lösung der MMBI wird es Kunden ermöglichen, die Umweltauswirkungen der von ihnen verwendeten Produkte zu überprüfen“, so der CEO der Eurasian Resources Group, Benedikt Sobotka. mm

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