Bioladen will Kartoffeln in Davos anbauen

14. Dezember 2021 10:57

Davos - Der Bioladen Davos will gemeinsam mit verschiedenen Partnern ab Frühjahr seltene Kartoffelsorten in der Region anbauen. Die Ernte kann von Unterstützern und Gastronomen vorbestellt werden. Ein Teil der Kartoffeln soll beim Weltwirtschaftsforum 2023 serviert werden.

Der Bioladen Davos lanciert gemeinsam mit Partnern die lokale Produktion von Kartoffeln. Die Initianten setzen dabei auf alte Kartoffelsorten, die für das hochgelegene Anbaugebiet geeignet sind, heisst es in einer Präsentation. Die erste Anpflanzung ist je nach Wetter für April oder Mai geplant. Die erste Ernte im Herbst 2022 wird voraussichtlich 4000 bis 5000 Kilogramm Kartoffeln ergeben. Für 2023 sind dann bereits 8000 bis 10'000 Kilogramm vorgesehen.

Die Kartoffeln werden unter anderem im Bioladen, auf Märkten in der Region, als Teil von Gemüsekisten, im Einzelverkauf sowie online verkauft. Die Ernte kann aber auch vorbestellt werden. Unterstützer zahlen für 10 Kilogramm Kartoffeln 60 Franken pro Jahr. Familien erhalten 25 Kilogramm für 120 Franken pro Jahr. Für Gastronomen haben die Initiatoren drei Pakete geschnürt. Sie reichen von 120 Kilogramm für 500 Franken im Jahr bis zu 550 Kilogramm Kartoffeln für 2000 Franken. Ein Teil der Ernte 2022 soll beim Weltwirtschaftsforum (WEF) 2023 serviert werden.

Der Verein NextGenerations unterstützt die Initiative. Zu den Partnern gehören auch die auf Gemüse und Früchte spezialistierte Forster Gruppe aus Pfaffnau LU, das Gewächshausprojekt Sana Giardin in Saas im Prättigau, Green Up und die Zürcher Kommunikationsagentur Livelab. Sie wollen zeigen, dass auch rund um die höchstgelegene Stadt der Alpen eine lokale Lebensmittelproduktion möglich ist als Alternative zur globalisierten Nahrungsmittelproduktion. ko

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