Bio-Produktion in EU soll wachsen

26. März 2021 13:25

Brüssel - In den Mitgliedsländern der EU sollen bis 2030 mindestens 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche für die Produktion biologischer Nahrungsmittel genutzt werden. Dies sieht ein jetzt veröffentlichter Aktionsplan der EU vor. Ziel ist auch ein beträchtlicher Ausbau der ökologischen Aquakultur.

Die Europäische Kommission ruft die Mitgliedstaaten der EU auf, nationale Aktionspläne für den Bio-Sektor auszuarbeiten. Damit soll der Anteil ökologisch und biologisch bewirtschafteter Flächen auf nationaler Ebene erhöht werden. Laut einer Medienmitteilung der Kommission ist es das Ziel der EU, den Anteil der für Bio-Produktion genutzten landwirtschaftlichen Fläche bis 2030 auf 25 Prozent zu erhöhen. Derzeit sind es im Schnitt etwa 8 Prozent. Dafür hat die Kommission jetzt ihren Aktionsplan vorgestellt.

Er sieht 23 Instrumente und Ideen in drei Schwerpunktbereichen vor: Ankurbelung der Nachfrage, Ausbau der Produktion und weitere Stärkung der Nachhaltigkeit. Sie sollen ein ausgewogenes Wachstum im Bio-Sektor sicherstellen. Zudem sollen sie Betrug vorbeugen und die Rückverfolgbarkeit von Bio-Erzeugnissen verbessern. Der Aktionsplan befindet sich laut Kommission im Einklang mit dem europäischen Grünen Deal, der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und der Biodiversitätsstrategie.

Während dieser Aktionsplan vor allem auf die Sogwirkung der Nachfrage ausgelegt sei, bleibe die 2018 auf den Weg gebrachte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ein Schlüsselinstrument für die Förderung der Umstellung. Zur Zeit werden rund 1,8 Prozent oder 7,5 Milliarden Euro der GAP-Mittel zur Unterstützung der ökologischen und biologischen Landwirtschaft eingesetzt. Die künftige GAP werde „je nach Ausgang der Verhandlungen“ für den Zeitraum von 2023 bis 2027 Unterstützungen für Öko-Regelungen in Höhe von 38 bis 58 Milliarden Euro vorsehen. Im Rahmen dieser Öko-Regelungen könne die Bio-Landwirtschaft gefördert werden.

„Je grösser die Fläche, auf der Bio-Landwirtschaft betrieben wird, desto grösser ist auch der Schutz der Biodiversität – auf dieser und auf den umliegenden Flächen“, so der für den europäischen Grünen Deal zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans. Ausserdem soll die ökologische oder biologische Aquakultur in der EU beträchtlich ausgebaut werden. Neue strategische Leitlinien würden in Bälde von der Kommission angenommen. mm

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