Bio-Gemüse wird in Plastik verpackt

17. Juli 2019 14:33

Bern - Biologische Produkte gibt es in Schweizer Supermärkten fast nur in Plastikverpackungen. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Konsumentenschutz. Dies sei für umweltbewusste Konsumenten besonders ärgerlich.

Die Stiftung Konsumentenschutz hat eine stichprobenartige Zählung von Produkten in zehn Läden in Bern und Basel durchgeführt. Dabei stellte sie fest, dass von den 221 erhobenen Gurken, Tomaten, Karotten, Peperoni und Äpfeln 120 oder 54 Prozent in Plastik verpackt waren.

Gerade die Bio-Produkte schneiden dabei besonders schlecht ab. Insgesamt waren den Angaben zufolge 84 Prozent der Bio-Produkte in Plastik verpackt. Bei Migros, Lidl und Denner wurden sogar alle erhobenen Bio-Produkte in einer Plastikhülle verkauft. Bei Coop waren dies 78 Prozent und bei Aldi 63 Prozent. Konventionell angebaute Produkte schneiden dagegen bei der Verpackung besser ab. Dort lag die Plastikquote nur bei 44 Prozent. „Für Bio-Konsumenten, welche in der Regel besonderen Wert auf umweltfreundlichen Konsum legen, ist dies doppelt ärgerlich“, hält die Stiftung in einer Mitteilung fest.

Alternativen zu Plastik wie zum Beispiel Netze aus Zellulose oder Kartons aus Graspapier hat die Stiftung bei der Erhebung nicht gefunden. Auch Mehrwegsäckchen seien nur bei Coop und Migros angeboten worden. Doch auch diese seien wenig nützlich, wenn das Gemüse und das Obst bereits in Plastik verpackt seien. ssp

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