Bildung sucht Gleichgewicht zwischen Online und Präsenz

18. November 2020 12:37

Winterthur - Die Coronavirus-Pandemie hat dem Bildungsbereich einen kräftigen Schub zur Digitalisierung gegeben. Dies stellen die Bildungsplattform eduwo und drei Hochschulen fest. Für die Zukunft wird eine Balance zwischen Online- und Präsenzunterricht gesucht.

Die technische Umstellung auf den Online-Betrieb hätten die Bildungsinstitute im Frühjahr innert weniger Tage gut gemeistert, schreibt die Winterthurer Bildungsplattform eduwo in einer Mitteilung. Sie hat zusammen mit der Universität Zürich (UZH), der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) die Erfahrungen aus dem digitalen Betrieb der Hochschulen während der Pandemie ausgewertet.

Probleme hätte es eher in anderen Bereichen gegeben, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Bei manchen Software-Lösungen standen wir unvermutet vor komplexen rechtlichen Fragen“, wird Astrid Fritschi vom Prorektorat der UZH dort zitiert. „Ausserdem mussten die Dozierenden klären, wie unter den besonderen Umständen Leistungsnachweise erbracht werden können.“

Fehlende persönliche Kontakte werden von allen Beteiligten als Nachteil der digitalisierten Bildung beschrieben. Bei Laborpraktika würden zudem die Grenzen von Online-Bildung erreicht. Insgesamt habe die Umstellung auf digitale Formate aber eine Reihe neuer Möglichkeiten eröffnet.

„Bedingt durch die Umstände hat sich jedem gezeigt, dass digitale Angebote wie zum Beispiel Videokonferenzen nicht nur technische Optionen sind, sondern reale Sitzungen, Seminare oder Bewerbungsgespräche ersetzen können“, erläutert Luc Ulmer, Leiter Kommunikation und Marketing der PH Zug, in der Mitteilung. Für Raphael Tobler von eduwo waren die Erfahrungen in der Pandemie „ein erster Schritt zur Digitalisierung des Unterrichts“. Für die Zukunft sagt Tobler die Herausformung einer „Balance zwischen Online- und Präsenzunterricht“ voraus. hs

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