Bevölkerung wünscht sich baldige Energiewende

08. April 2021 12:09

Zürich - Die Schweizer sprechen sich mehrheitlich für eine Energiewende aus. Einer repräsentativen Umfrage zufolge soll diese mittelfristig bis 2038 vollzogen sein. Zudem sind die meisten bereit, dafür mehr Geld zu bezahlen als bisher.

Die Akzeptanz der Energiewende ist in der Bevölkerung sehr hoch, wie eine Umfrage der Markt- und Sozialforschung AG gfs-zürich im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) unter mehr als 1000 Menschen zeigt. So befürworten 96 Prozent der Befragten das Ziel, den Strombedarf zukünftig mit erneuerbaren Energien zu decken.

Insgesamt 89,5 Prozent finden dabei, die erneuerbaren Energien sollten im Inland produziert werden. 93 Prozent wünschen sich eine umweltverträgliche Stromerzeugung. Und 65,5 Prozent der Befragten finden, der Strom sollte aus kostengünstigen Quellen stammen. Die Energiewende soll den Teilnehmenden zufolge innerhalb der nächsten 18 Jahre realisiert sein.

Die Mehrheit der Befragten ist bereit, mehr zu bezahlen, um den Ausbau einheimischer erneuerbarer Energien voranzubringen. Durch alle Einkommensschichten hindurch stimmten dem 78 Prozent zu. Durchschnittlich 95 Franken mehr pro Jahr wären die Befragten bereit, zu bezahlen. Der Netzzuschlag für den Ausbau erneuerbarer Energien für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt liegt aktuell bei 40 Franken im Jahr.

Die Politik müsse nun den geeigneten gesetzlichen Rahmen definieren, heisst es in einer Medienmitteilung. Dies sei mit der neuerlichen Prüfung des Energiegesetzes in diesem Jahr möglich. Die Technologien seien vorhanden, insbesondere die Photovoltaik erfülle alle Bedingungen und habe zudem das nötige Potenzial in der Schweiz. „Die Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung die Energiewende rasch will und auch bereit ist, dafür zu investieren“, wird Felix Nipkow, Leiter des Fachbereichs erneuerbare Energien bei der SES, in der Medienmitteilung zitiert. Dieses Signal sollten Politiker ernst nehmen. ko

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