Bevölkerung wächst trotz gestiegener Todesfälle

06. April 2021 11:24

Neuenburg - Die Bevölkerungszahl der Schweiz ist 2020 von 8,60 auf 8,66 Millionen Einwohner leicht gestiegen. Gleichzeitig starben deutlich mehr Menschen aufgrund des Coronavirus'. Die hohe Sterbezahl führt zum niedrigsten Geburtenüberschuss seit 2004.

Insgesamt 61'100 mehr Menschen haben 2020 in der Schweiz gelebt. Das entspricht einem Zuwachs von 0,7 Prozent auf 8,66 Millionen. Damit stieg die Bevölkerungszahl wie schon 2018 und 2019 auf einem der schwächsten Niveaus der vergangenen zehn Jahre, wie aus einer Medienmitteilung zur aktuellen Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik hervorgeht.

Anders als im Vorjahr sind dagegen deutlich mehr Menschen gestorben. Grund dafür ist das Coronavirus. Es verursachte einen Anstieg der Todesfälle um 12,1 Prozent auf 76'000. Männer waren häufiger betroffen als Frauen: Im Vergleich zu 2019 starben 14,5 Prozent mehr Männer und 9,9 Prozent mehr Frauen.

Der Anstieg war wiederum bei Senioren höher als bei Menschen unter 65 Jahren. So stieg die Zahl der Todesfälle bei den über 65-Jährigen um 12,7 Prozent auf 66'900. Bei Menschen zwischen 0 und 64 Jahren stiegen die Todesfälle um 8,2 Prozent auf 9100 im Vergleich zu 2019.

Die hohe Sterbezahl führte zum niedrigsten Geburtenüberschuss seit 2004. Dieser ging um 48 Prozent zurück. In den Kantonen Tessin, Bern, Basel-Landschaft, Neuenburg, Graubünden, Jura, Basel-Stadt, Schaffhausen und Glarus starben laut Medienmitteilung sogar mehr Menschen als Kinder geboren wurden. Die Zahl der Geburten ging im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent leicht zurück auf 85'500. 

Der Mitteilung zufolge wanderten weiterhin mehr Menschen in die Schweiz ein als aus, nämlich plus 56'500. Vor allem Schweizer Staatsangehörige kamen 2020 mit plus 6,7 Prozent häufiger ins Land zurück und wanderten mit minus 17,7 Prozent weniger als 2019 aus. Insgesamt fanden aber weitaus weniger Wanderungen statt. So gab es im vergangenen Jahr 3,9 Prozent weniger Einwanderungen und 15,6 Prozent weniger Auswanderungen. ko

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