Bevölkerung drängt auf Energiewende

15. April 2020 10:48

Lupfig AG - Acht von zehn Schweizerinnen und Schweizern geht die Energiewende zu langsam voran. Wie der Energie-Trendmonitor Schweiz 2020 zeigt, ist die Bevölkerung für ein Verbot von Ölbrennern im Heizungskeller.

Insgesamt 84 Prozent der Schweizer Bevölkerung sprechen sich für ein Verbot neuer Ölheizungen im Altbau aus. Sie begrüssen die Politik des Kantons Basel-Stadt. Er schreibt den Einsatz erneuerbarer Energie zwingend vor, sobald eine alte Heizung ersetzt wird. Ausserdem befürworten 74 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher einen landesweiten CO2-Grenzwert für Gebäude. Das geht aus dem Energie-Trendmonitor Schweiz 2020 hervor. Dafür wurden im Auftrag des Wärmepumpenanbieters Stiebel Eltron 1000 repräsentativ ausgewählte Schweizerinnen und Schweizer befragt. 

„Ein CO2-Grenzwert für Gebäude ist ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz in den Haushalten, weil er in vielen Fällen verhindern könnte, dass ein Ölkessel mit einem Ölkessel ersetzt wird“, sagt Paul Stalder, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Schweiz in einer Medienmitteilung. „Jede neu installierte Ölheizung bedeutet, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien im Heizungskeller um weitere 20 Jahre verschoben wird.“

Trotzdem halte der politische Streit über die Umsetzung des CO2-Gesetzes weiter an. Dabei senke der Umstieg auf grüne Energien die CO2-Emissionen drastisch. So werde bei der Wärmepumpen-Technologie ganz auf fossile Energieträger verzichtet. Selbst der dafür benötigte Strom lasse sich aus erneuerbaren Quellen erzeugen.

Doch noch sei jedem Zweiten der private Umstieg „eindeutig zu teuer“. Laut Umfrage fordert deshalb mehr als die Hälfte der Befragten noch stärkere finanzielle Anreize für die private Energiewende. mm

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