Beschäftigung leidet unter Corona-Krise

25. August 2020 14:54

Neuenburg - Die Beschäftigung ist im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent gefallen. Das Tessin ist mit einem Minus von 2,9 Prozent besonders stark betroffen, Zürich mit minus 0,1 Prozent deutlich geringer. Die Zahl der offenen Stellen ist schweizweit stark gesunken. 

Die Corona-Krise zeigt sich auch in der Beschäftigung. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt, waren im zweiten Quartal in der Schweiz 5,095 Millionen Menschen beschäftigt. Das sind 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der sekundäre Sektor war mit einem Rückgang von 0,4 Prozent leicht weniger betroffen als der tertiäre mit einem Rückgang von 0,6 Prozent.

Die Grossregionen der Schweiz zeigten beim Rückgang deutliche Unterschiede. So ging die Gesamtbeschäftigung in Zürich nur um 0,1 Prozent zurück, in der Zentralschweiz um 0,3 Prozent und in der Ostschweiz um 0,4 Prozent, im Tessin dagegen um 2,9 Prozent.

Noch deutlicher sind die Unterschiede in den einzelnen Sektoren: Die Beschäftigung im sekundären Sektor stieg in der Genferseeregion im Jahresvergleich sogar um 2,7 Prozent und in der Ostschweiz um 1,2 Prozent, während sie im Tessin um 1,8 Prozent und in Zürich um 2,0 Prozent sank. Im tertiären Sektor verzeichneten Zürich und die Zentralschweiz dagegen einen Beschäftigungsanstieg um 0,3 Prozent, während das Tessin einen Rückgang um 3,3 Prozent hinnehmen musste.

Die Zahl der offenen Stellen ging im zweiten Quartal schweizweit zurück. Sie entsprach nur noch 1,2 Prozent der Beschäftigten insgesamt. Die weiteren Aussichten sind nicht gut. Der Beschäftigungsindikator des BFS liegt noch bei 1,01. Im Tessin liegt er sogar unter 1,00 – ein Hinweis auf einen weiteren Rückgang der Beschäftigung im Südkanton. stk 

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