Bergkantone fordern Risikogarantie für Wasserkraft

14. Dezember 2020 12:50

Chur - Knapp zwei Drittel aller Konzessionen für Wasserkraftwerke müssen zwischen 2020 und 2050 erneuert werden. Das sei nur möglich, wenn die Betreiber ihre Investitionen amortisieren können, stellen die Bergkantone fest. Sie fordern deshalb, rasch eine Risikogarantie für Betreiber einzuführen.

Die heimische Wasserkraft soll das Rückgrat der Schweizer Stromproduktion bleiben. Die Energieperspektiven 2050+ des Bundesamtes für Energie gehen davon aus, dass die Wasserkraft 2050 etwa 45 Terawattstunden Strom liefern soll, rund 53 Prozent des gesamten Bedarfs. Aus der Sicht der Regierungskonferenz der Gebirgskantone ist dies ein gutes Zeichen.

Die Gebirgskantone machen aber in einer Mitteilung darauf aufmerksam, dass zwischen 2020 und 2050 die Konzessionen für rund 25 Terawattstunden erneuert werden müssten. Das entspricht 65 Prozent der heutigen Produktion von 39 Terawattstunden. Die Betreiber gingen mit der Neukonzessionierung jeweils hohe Investitionsverpflichtungen ein, teilweise in dreistelliger Millionenhöhe. Das sei aber nur möglich, wenn sie sich sicher seien, die Investitionen amortisieren zu können. Andernfalls investierten sie im Ausland.

Die Gebirgskantone fordern daher eine Risikogarantie für die Betreiber. Diese sollte die Unternehmen bei längeren Tiefpreisphasen absichern. Wenn die Preise wieder stiegen, müssten die Betreiber allfällige Hilfen wieder zurückzahlen. Diese Risikogarantie sollte bereits jetzt in die laufenden Revisionen des Stromversorgungs- und Energiegesetzes eingebracht werden, da die Verhandlungen über Neukonzessionierungen Jahre dauerten. stk

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