Begrenzungsinitiative stösst auf breite Ablehnung

16. September 2020 11:34

Zürich - Zwei Wochen vor Abstimmung sprechen sich 65 Prozent der Schweizer Stimmbürger gegen die Begrenzungsinitiative der SVP aus. Dies geht aus der dritten und letzten Abstimmungsumfrage von Tamedia hervor. Seit der ersten Umfrage hat die Ablehnung kontinuierlich zugelegt.

Für die Begrenzungsinitiative der SVP zeichnet sich in der dritten Abstimmungsumfrage ein klares Nein ab, informiert die zur TX Group gehörende Tamedia in einer Mitteilung. Eine Mehrheit von 65 Prozent der Stimmberechtigten lehnt die Initiative ab, mit der das Abkommen über die Personenfreizügigkeit über Verhandlungen aufgehoben oder einseitig gekündigt werden soll. Damit sei „die Front gegen die Begrenzungsinitiative weiter gewachsen“, kommentieren die Analysten von Tamedia. In den ersten beiden Abstimmungsumfragen hatte die Ablehnung 56 beziehungsweise 61 Prozent betragen.

Die Zustimmung zur Begrenzungsinitiative ist über die Abstimmungsumfragen hinweg von 41 über 37 auf nunmehr 33 Prozent gefallen. Eine mehrheitliche Unterstützung hatte die Initiative von Anfang an nur an der Basis der SVP bekommen. Die anfängliche regionale Mehrheit im Tessin hingegen ist in der dritten Umfrage auf 45 Prozent zusammengeschmolzen. Und auch auf dem Land erreiche das Anliegen mit 37 Prozent Unterstützung keine Mehrheit, informieren die Analysten.

Der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge wollen hingegen 65 Prozent der Stimmberechtigten zustimmen. Beim Vaterschaftsurlaub spricht sich eine Mehrheit von 70 Prozent für die Annahme der Vorlage aus. Bei den unter 35-Jährigen erreicht die Zustimmung sogar 84 Prozent. Die Pläne für die Erhöhung der Kinderabzüge erreichen aktuell eine knappe mehrheitliche Zustimmung von 51 Prozent. Beim Jagdgesetz halten sich Befürwortung und Ablehnung mit 49 zu 48 Prozent hingegen die Waage.

Für die letzte von drei Umfragen zur Volksabstimmung am 27. September hat Tamedia die Antworten von 20'310 am 10. und 11. September online befragten Personen aus der gesamten Schweiz ausgewertet. Der Fehlerbereich der Ergebnisse wird dort auf 1,2 Prozentpunkte beziffert. hs

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