Begrenzungsinitiative findet keine Mehrheit

14. August 2020 12:42

Zürich - Derzeit spricht sich eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürger gegen die Begrenzungsinitiative der SVP aus. Dies geht aus der ersten Abstimmungsumfrage von Tamedia hervor. Die Vorlage für den Vaterschaftsurlaub stösst hingegen auf breite Zustimmung.

Für die erste von drei Abstimmungsumfragen zum Referendum am 27. September hat Tamedia die Antworten von 24'252 am 10. und 11. August online befragten Personen aus der gesamten Schweiz ausgewertet, informiert die zur TX Group gehörende Mediengruppe in einer Mitteilung. Der Fehlerbereich der Ergebnisse wird dort auf 1,0 Prozentpunkte beziffert.

Für die Begrenzungsinitiative der SVP zeichnet sich in der ersten Abstimmungsumfrage eine Ablehnung ab. Eine Mehrheit von 56 Prozent der Stimmberechtigten lehnt die Initiative ab, mit der das Abkommen über die Personenfreizügigkeit über Verhandlungen aufgehoben oder einseitig gekündigt werden soll. Nur 41 Prozent wollen ihr am 27. September zustimmen. Mehrheiten findet die Begrenzungsinitiative lediglich unter den Anhängern der SVP sowie regional gesehen im Tessin.

Beim bezahlten Vaterschaftsurlaub zeichne sich hingegen eine klare Mehrheit für die Vorlage ab, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Hier hatte die Umfrage 66 Prozent Zustimmung und nur 33 Prozent Ablehnung ergeben. Insbesondere die jüngeren Altersgruppen sprächen sich für den Vaterschaftsurlaub aus, schreibt Tamedia. So habe die Zustimmung bei den 18- bis 34-Jährigen 82 Prozent betragen.

Beim Jagdgesetz und der Vorlage für höhere Steuerabzüge für Kinder deute ein hohe Anteil von 10 beziehungsweise 8 Prozent noch Unentschlossenen auf eine noch nicht weit fortgeschrittene Meinungsbildung hin, heisst es weiter in der Mitteilung. Das Jagdgesetz wird derzeit von 53 Prozent abgelehnt, 37 Prozent wollen der Vorlage zustimmen. Bei der Änderung des Steuergesetzes liegt die Zustimmung bei 55 und die Ablehnung bei 37 Prozent. Die Umfragewerte für die Beschaffung neuer Kampfjets halten sich mit 50 Prozent Zustimmung und 47 Prozent Ablehnung derzeit eher noch in etwa die Waage. hs

Mehr zu Wirtschaftspolitik

Aktuelles im Firmenwiki