Bedeutung der EFTA könnte steigen

Die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) wird auch sechs Jahrzehnte nach ihrer Gründung immer noch gebraucht. Davon ist ihr neuer Generalsekretär Henri Gétaz überzeugt. „Die EFTA ist von Beginn an ein wichtiger Bestandteil der europäischen Konstruktion gewesen und könnte sogar eine noch wichtigere Rolle in der jetzigen Phase der europäischen Integration spielen“, sagt Gétaz in einem Interview auf dem Internetauftritt seiner Organisation. Allerdings stellt er keinen ausdrücklichen Zusammenhang zum britischen Austritt aus der EU her. Er sagt lediglich, dass die vier EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island das gemeinsame Ziel hätten, dass die Rahmenbedingungen für den Handel mit Grossbritannien auch nach dem Brexit so günstig wie möglich sein sollen.

Gétaz lobt auch das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), dem mit Liechtenstein, Norwegen und Island drei der vier EFTA-Staaten angehören und das vom EFTA-Generalsekretariat verwaltet wird. „Es hat sich als eine dauerhafte Lösung für Bürger und Unternehmen in seinen 31 Mitgliedsstaaten erwiesen; es bringt die drei EWR-Staaten der EFTA und alle EU-Mitglieder in einem homogenen Binnenmarkt zusammen und sichert gleichzeitig die Autonomie ihrer Mitglieder.“ Der EWR sei ein solides, zuverlässiges und flexibles Abkommen.

Gétaz war vor seiner Zeit als EFTA-Generalsekretär Chef der Direktion für europäische Angelegenheiten im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Bern. stk