Beatmungsgerät der ETH kann produziert werden

01. Juli 2020 14:02

Zürich - Forscher der ETH Zürich haben ein neues Beatmungsgerät entwickelt, das kostengünstig hergestellt und einfach bedient werden kann. Dank einer Anschubfinanzierung des Bundes kann die Produktion des Geräts in der Ukraine beginnen.

Im Zuge der Corona-Krise haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) ein neues Beatmungsgerät entwickelt. Es ist in erster Linie für Notfallsituationen konzipiert, kann besonders kostengünstig hergestellt werden und ist einfach zu bedienen.

Für das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) handelt es sich bei der Entwicklung um ein humanitäres Projekt. Daher unterstützt es die Produktion der preisgünstigen Geräte mit einer Anschubfinanzierung von 1,5 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Damit kann das Zürcher Beatmungsgerät nun in der Ukraine produziert werden. Zunächst soll es an Gesundheits- und Erste-Hilfe-Stationen vor Ort geliefert werden. Künftig ist auch der Export in Entwicklungsländer denkbar.

„Das Projekt ist ein Beispiel für science-diplomacy“, sagt Bundesrat Ignazio Cassis. „Es zeigt auch auf, welche Potenzial die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftssektor für die nachhaltige Entwicklung hat.“

Die ETH nutzt für die Entwicklung der Beatmungsgeräte Wissenschaftsdaten, die öffentlich zugänglich sind. Auf diese Weise kann sie Forschungs- und Entwicklungskosten sparen. ssp

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