Basler Professor erhält Latsis-Preis

15. November 2019 12:36

Basel - Randall Platt vom in Basel ansässigen Departement für Biosysteme der ETH Zürich erhält den Latsis-Preis der ETH. Damit werden seine Leistungen im Bereich des Genom-Engineerings gewürdigt.

Randall Platt ist seit 2016 für die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) tätig. Zu diesem Zeitpunkt war er mit 29 Jahren einer der jüngsten Professoren, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Am Basler Department für Biosysteme (D-BSSE) ist der Professor für Bioengineering im Bereich des Genom-Engineerings tätig und hat dabei „ausserordentliche Leistungen“ erbracht, „die angesichts seines noch jungen Alters umso beeindruckender sind“. Daher überreicht die ETH Platt am 16. November im Rahmen des ETH-Tags ihren Latsis-Preis.

Platt hat die sogenannte Cas9-Maus entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Tiermodell, das auf der Genom-Engineering-Methode Crispr/Cas basiert. Wissenschaftler können mit dem Modell auf einfache Art und Weise Gene verändern und die entsprechenden Veränderungen in Organen und Geweben und somit die Funktionsweise der Gene untersuchen. Darüber hinaus hat er einen zellinternen Datenlogger entwickelt, mit dem Zellen Informationen über ihre Genaktivität aufzeichnen können. Diese Informationen werden auf DNA-Molekülen gespeichert und dort zu einem späteren Zeitpunkt ausgelesen. Der Datenlogger basiert ebenfalls auf dem Crispr/Cas-System.

Mit dem Latsis-Preis der ETH Zürich werden jährlich „über alle Forschungsdisziplinen hinweg herausragende jüngere Forscherinnen und Forscher“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 25.000 Franken dotiert. Platt erhält ihn am ETH-Tag von Rektorin Sarah Springman. Mit dem diesjährigen ETH-Tag feiert die Hochschule gemeinsam mit Gästen ihren 164. Jahrestag. jh

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki