Basler Life Sciences-Branche ist weltweit die produktivste

15. Juli 2022 10:39

Basel - Kein Life Sciences-Standort der Welt wächst so stark wie die Region Basel: von 2010 bis 2020 jährlich um 9,3 Prozent. Auch bei der Produktivität liegt die Region Basel weit vor dem internationalen Wettbewerb. Das zeigt der Bericht „Pharmastandort Schweiz 2022 – Region Basel“ von Interpharma.

Bei der Produktivität in der Life Sciences-Branche liegt die Region Basel weit vor den besten Vergleichsstandorten wie die San Francisco Bay Area, Øresund oder Singapur. Während die Basler Life Sciences-Industrie im Jahr 2020 pro Arbeitsstunde 526 Dollar generierte, waren es etwa in der San Francisco Bay Area rund 280 Dollar.

Kein anderer Life Sciences-Standort der Welt wächst so stark wie die Region Basel: von 2010 bis 2020 jährlich um 9,3 Prozent. Pro Arbeitsplatz erwirtschaftet der Life Sciences-Sektor knapp siebenmal so viel Wertschöpfung wie der Durchschnitt der sonstigen Basler Branchen. Unter anderem diese Erkenntnisse liefert der 38-seitige Bericht „Pharmastandort Schweiz 2022 – Region Basel“, den Interpharma, der Schweizer Verband der forschenden Pharmaunternehmen, jetzt veröffentlicht hat.

Demnach belegt auch die Anzahl der Patentanmeldungen pro Millionen Einwohner die hohe Innovationskraft der Basler Life Sciences-Unternehmen. Im Jahr 2018 waren es 205. Damit liegt die Region im internationalen Vergleich auf Platz 2 hinter Boston. Zum Vergleich: in München waren es 50, in Paris 35.

Die regionalen Hochschulen rangieren beim BAK Hochschulindex im CWTS Ranking der Universität Leiden 5 Prozent über dem Durchschnitt der Regionen in Westeuropa und den USA. So ist denn auch die gute Verfügbarkeit an hochqualifizierten Fachkräften ein Wettbewerbs- und Innovationsvorteil etwa bei der Ansiedlung neuer Firmen mithilfe des Standortförderers Basel Area Business & Innovation. Zudem verfügt kein anderes der wichtigsten Life Sciences-Zentren über niedrigere Steuersätze für Unternehmen.

Ein Wermutstropfen ist der 38. Rang der Schweiz aus dem Jahr 2018 im Doing Business Index der Weltbank. Ein Grund dafür sind die vergleichsweise hohen administrativen Hürden für Unternehmen. Dies betrifft vor allem Start-ups bei der Unternehmensgründung. mm

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