Basler Forscher entschlüsseln Regeneration von Muskeln

26. Juli 2019 12:46

Basel - Forscher der Universität Basel haben wichtige Erkenntnisse zur Regeneration von Muskeln gemacht. Dadurch kann eventuell eine Behandlung von altersbedingter Muskelschwäche ermöglicht werden.

Die Verbindung zwischen Nerven- und Muskelfasern heisst neuromuskuläre Endplatte. Wenn diese Synapse verletzt ist, kann der entsprechende Muskel seine Funktion nicht mehr vollständig ausüben. Diese Synapse kann jedoch repariert werden. Dabei spielt der Proteinkomplex mTORC1 eine entscheidende Rolle, wie Forscher um Markus Rüegg vom Biozentrum der Universität Basel nun laut einer Medienmitteilung festgestellt haben.

Die Basler Forscher haben mTORC1 dabei nicht entdeckt. Die Funktion des Proteinkomplexes beim Muskelwachstum und der Selbstreinigung von Zellen war bereits bekannt. „Wir konnten nun zeigen, dass mTORC1 darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Regeneration der neuromuskulären Endplatte übernimmt“, wird Perrine Castets in der Mitteilung zitiert, Erstautorin der in „Nature Communications“ veröffentlichten Studie.

Die Forscher um Rüegg haben dabei zugleich herausgefunden, unter welchen Umständen mTORC1 die neuromuskuläre Endplatte repariert. Dazu muss der Proteinkomplex von der Proteinkinase PKB/Akt aktiviert werden. Diese Aktivierung darf aber „weder zu stark noch in zu geringem Masse“ erfolgen.

Die Studie der Basler Forscher gibt auch Aufschlüsse über die Entstehung einer altersbedingten Muskelschwäche. „Durch die Studie verstehen wir den Mechanismus bei der Wiederherstellung der neuromuskulären Endplatte nun besser“, sagt Rüegg. „Vielleicht können wir daraus nun auch Möglichkeiten ableiten, den altersbedingten Defiziten und Strukturveränderungen auf therapeutischem Wege entgegenzuwirken und damit die Leistungs- und Funktionsfähigkeit der Muskeln im Alter besser aufrechterhalten.“ jh

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