Basler Forscher entdecken neuartiges Bakterium

09. Januar 2019 14:29

Basel - Forscher am Universitätsspital Basel haben ein neuartiges Bakterium entdeckt. Es kann bei Personen mit vorbestehenden Lungenkrankheiten einen Infekt der Lunge auslösen. Das Bakterium wurde nach der Stadt Basel benannt und heisst Mycobacterium basiliense.

Die Forscher am Universitätsspital Basel haben das neue Bakterium in den vergangenen fünf Jahren bei insgesamt fünf Patienten entdeckt und detailliert studiert. Die meisten betroffenen Patienten hatten bereits eine vorbestehende Lungenkrankheit. Bisher wurde das Bakterium auch nur in den Atemwegen von Menschen gefunden. Laut den Forschern kann es sich in der menschlichen Immunzelle vermehren. Ausserdem konnte im Erbgut des Bakteriums eine Reihe von Genen gefunden werden, welche für die Produktion von Toxinen verantwortlich sind.

Bei den untersuchten Patienten konnte die Infektion allerdings rasch unter Kontrolle gebracht werden, heisst es. Fast alle verwendeten Antibiotika haben den Angaben zufolge gegen das neue Bakterium gewirkt. Dies weise darauf hin, dass das Bakterium nicht sehr resistent zu sein scheint.

Das neue entdeckte Bakterium gehört zur Gruppe der Mykobakterien. Zu dieser gehören über 150 verschiedene Arten. Der grösste Teil ist allerdings für den Menschen harmlos. Das in Basel entdeckte Bakterium wurde nach seinem Entdeckungsort benannt und heisst Mycobacterium basiliense. ssp

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki