Basler Chirurgen feiern Weltpremiere

04. Juli 2019 09:33

Basel - Am Universitätsspital Basel ist die erste Oberkieferkorrektur der Welt vorgenommen worden, bei welcher die robotergestützte kalte Laserablation eingesetzt worden ist. Dabei werden Knochen berührungsfrei geschnitten.

Bei der Oberkieferkorrektur, die am 3. Juli im Universitätsspital Basel durchgeführt wurde, kam die Technologie CARLO zum Einsatz, also die Cold Ablation Robot-guided Laser Osteotome. Bei CARLO handelt es sich um den weltweit ersten medizinischen, taktilen Roboter, der „Knochen berührungsfrei mit kalter Lasertechnologie schneiden kann“, wie es in einer Medienmitteilung des Universitätsspitals Basel heisst. Das System ist vom Basler Start-up Advanced Osteotomy Tools AG (AOT) entwickelt worden und funktioniert auf Basis von Apps. AOT hat eine erste App für die Oberkieferkorrektur entwickelt, die nun erfolgreich eingesetzt worden ist.

„Mit diesem First-In-Man-Einsatz eines Systems, das den gesamten Ablauf des Eingriffs digitalisiert, untermauert das Universitätsspital Basel seinen Anspruch, in der Digitalisierung der Medizin ganz vorne mitzuspielen“, wird Werner Kübler in der Mitteilung zitiert, Spitaldirektor des Universitätsspitals Basel. Die First-In-Man-Studie wird vom Universitätsspital gemeinsam mit dem Kantonsspital Aarau und dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien im Rahmen des Zulassungsprozesses für CARLO durchgeführt.

Bei AOT wird hingegen bereits an einer Weiterentwicklung gearbeitet. Durch Echtzeit-Gewebeanalysen sollen Chirurgen beim CARLO-Einsatz jederzeit wissen, ob sie in gesundem oder krebsbefallenem Gewebe operieren. Das System kann am ganzen Körper eingesetzt werden und soll nach erfolgter Zulassung weltweit vermarktet werden. jh

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